Wege zum guten Leben, guten Altern und guten Sterben
Wir laden Sie herzlich zu einer Vortragsreihe ein, in der wir gemeinsam mit der Philosophin Dr. phil. Magdalena Hoffmann von der Universität Luzern den Fragen nachgehen, was «ein gutes Leben, gutes Altern und gutes Sterben» ausmacht. In drei philosophischen Betrachtungen nähern wir uns diesen Themen gehaltvoll, tiefgründig, zugleich verständlich und alltagsnah. Die Vorträge finden am 22. Januar, 2. Juni und 29. Oktober 2026 in der pflegimuri statt. Die Veranstaltungsreihe richtet sich an alle Interessierten. Vorkenntnisse in Philosophie sind nicht nötig.
Gut leben – Angewandte Selbstsorge
Was ist ein gutes Leben und wie bewahren wir uns auch in bewegten Zeiten innere Ruhe? Dr. phil. Magdalena Hoffmann nimmt Sie mit auf eine philosophische Reise in die Antike. Sie zeigt, wie aktuell die damaligen Fragen nach einem guten Leben bis heute sind. Damals galt «Lebenskunst» als Kern der Ethik: gut mit Emotionen umgehen, den wahren Wert von Dingen erkennen und sich nicht von Äusserlichkeiten bestimmen lassen. Anhand anschaulicher Beispiele zeigt die Philosophin, was wir heute von den Denkern der Antike lernen können. Dr. phil. Magdalena Hoffmann stellt einfache Übungen vor, mit denen wir im Alltag – sei es in der Familie, im Beruf oder im Ruhestand – gut auf unsere Seele achten können.
- 22. Januar 2026 um 18 Uhr im Dachsaal pflegimuri
- Kleiner Apéro wird offeriert
- Keine Anmeldung nötig, kostenlos
- Hier können Sie die Präsentation herunterladen
Gut altern – Gelebte Reife
Ist das Alter vor allem eine Zeit des Verlusts – oder eine Zeit der Reife und Weisheit? In diesem philosophischen Vortrag beleuchtet Dr. phil. Magdalena Hoffmann, warum beide Bilder einen wahren Kern haben, aber dennoch zu kurz greifen. Die Philosophin lädt uns dazu ein, das Alter als eigenständige Lebensphase mit eigenen «Gütern des Alters» zu entdecken: gereifte Beziehungen, das Weitergeben von Erfahrungen, aber auch der ehrliche Blick auf Verletzlichkeit und Grenzen. Aus philosophischer Perspektive wird sichtbar, was im Alter wirklich zählt – jenseits von Klischees. Der Vortrag bietet Denkanstösse für alle Menschen, die sich fragen, wie die späten Lebensjahre bewusst und sinnvoll gestaltet werden können.
Gut sterben – Gelungener Abschied
Viele Menschen fürchten den Tod und sehen ihn oft als etwas ausschliesslich Negatives. Die Philosophie kennt jedoch unterschiedliche Antworten auf die Frage, ob der Tod immer schlecht ist. Ausgehend von philosophischen Überlegungen stellt Dr. Magdalena Hoffmann eine Sichtweise vor, die den Tod differenzierter betrachtet. Sie erläutert, wie wir dem eigenen Lebensende oder dem Abschied von nahestehenden Menschen bewusster entgegenleben können. Im Zentrum steht die Frage, was ein «gutes Sterben» bedeuten kann und warum es entlastend ist, sich vom Druck zu befreien, auf eine ganz bestimmte Art sterben zu müssen, damit es «richtig» ist. Der Abend lädt zum Nachdenken, zu Fragen und zu leiser Zuversicht ein.
Promovierte Philosophin
Magdalena Hoffmann ist Studienleiterin von drei Weiterbildungsstudiengängen mit philosophischem Profil an der Universität Luzern. Sie ist promovierte Philosophin; in ihrer Dissertation beschäftigte sie sich mit der Ethik des Aristoteles. Daher rührt ihre Faszination für die antike Ethik. Seit 2007 war sie in verschiedenen Funktionen an Schweizer Universitäten tätig: Zunächst als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Zürich, danach als Postdoktorandin an der Universität Bern, seit 2014 in der jetzigen Funktion an der Universität Luzern. Neben der Studienleitung ist sie auch als Dozentin für Biomedizinische Ethik und Angewandte Ethik tätig. Überdies ist sie Mitglied der Kantonalen Ethikkommission Bern. Ein besonderes Anliegen von Magdalena Hoffmann ist die Vermittlung von Philosophie für ein breiteres Publikum.