Tue Gutes und schreibe darüber

An goodnews@pflegimuri.ch konnten Mitarbeitende der pflegimuri, Bewohnerinnen, Bewohner, Angehörige und der pflegimuri Verbundene in den intensiven ersten Wochen der Corona-Pandemie gute Nachrichten schicken. Es waren erhellende Kleinigkeiten, Gegenakzente zur Fülle der anspruchsvollen Meldungen: eine lustige Begebenheit, ein flotter Spruch, ein Wunsch. Die goodnews waren Zeichen der Ermutigung, Zuversicht und des Zusammenhalts. Ein herzliches Dankeschön fürs Mitschreiben.

N.B.: Mit der neuen Website der pflegimuri, die im Lauf des Juni online gehen wird, lässt sich der pflegimuri-Newsletter abonnieren - samt Comeback der goodnews.


21.5.20 | Schön war’s
Wie angekündigt nehmen wir an Auffahrt die Ausfahrt vom goodnews-Highway, auf dem wir die vergangenen Wochen unterwegs sein durften.

«Mein Mann und ich haben mein Mami im pflegimuri löwen besucht. Wir waren angenehm überrascht, wie gut alles organisiert ist. Sicher war es für alle ungewohnt, aber das ist ja die ganze Situation. Immerhin konnte man einander wieder einmal sehen und das war sehr schön», schreibt die Tochter von pflegimuri-Bewohnerin Frau G. und ergänzt: «Wir finden es gut, dass Sie diese Art von Besuch beibehalten wollen, bis sich die Lage einigermassen normalisiert hat. Es wäre menschlich und wirtschaftlich sehr schlimm, wenn wir jetzt wegen Ungeduld oder Egoismus wieder zurück auf Feld 1 geworfen würden.»

In der Tat wird es wohl dauern, bis in der pflegimuri der gewohnte Alltag vollends zurückkehrt. Dennoch ist es ein grosses Anliegen, die «Coronanormalität» so lebenswert wie möglich zu gestalten. Die frohen Botschaften auf dieser Seite vermittelten dies seit Ende März anschaulich. Die goodnews-Rubrik schliesst mit einer Trouvaille, wiederum entdeckt von Familie Leuenberger; nämlich einem weiteren bereits 100-jährigen Gedicht  (siehe goodnews vom 27. April) der erstaunlichen Lina Wisler Beck.

So geit‘s de albe

Schnittersundig, Lüderechilbi,
Alles isch für hür verby!
Cha me ächtert de dä Summer
Nie, gar nie me lustig sy?

Ungefähr vor dreine Monet
Ha-n-i gschwore, fest u tüür
We-n-i gsund u zwäg dörf blybe,
Z‘Lüderchilbi gang i hür.

Und jtz wird sie nid abghalte
Wäg der Muul- u Chlauesüch
Das git mänge Strich dür d’Rächnig
überall bi arm u rych.

Mänge Bueb, mängs Meitschi het sich
So uf das Vergnüege gfreut,
Und jtz müesse mir’s erläbe,
Das is alles flöte geit.

Gäng eso deheime hocke,
Dass nid Längizyti gitt,
Settigs isch halt gar nid müglich,
Das begryfe alli Lüt.

S‘miech not nüt, we vo de Buebe
Eine no chly Spass vestieng,
Dass bi dene länge Tage
Albe glych no öppis gieng.

Doch e keine hilft eim lache,
Keine weis e guete Witz.
S‘düecht mi überhaupt, sie syge
Nie so schwygsam gsy wie jtz.

Aber wenn es Mal en andere
Mit is lachet – de chunnt’s us!
Dänket, da isch üse Mälcher
No drei Wuche lang schalus.


20.5.20 | Die Heidi Abels der pflegimuri
Heidi Abel erlebte hierzulande während ihrer Karriere als Fernseh-Ansagerin und Moderatorin schier unerreichten Starstatus. Ähnliches bahnt sich auf tele pflegimuri an. «Der vielzitierte, durch die Pandemie verursachte, digitale Innovationsschub hat auch die Aktivierungsfachfrauen der pflegimuri erfasst», berichtet Brigitte Gysin. «Telemedizin als Begriff ist schon bekannt - neu kommt die Tele-Aktivierung dazu.» Natürlich bevorzugen die Aktivierungsmitarbeiterinnen den direkten Kontakt zu den Bewohnerinnen und Bewohnern. Nach und nach entwickeln sie jedoch mit Bewegungs- und Entspannungsstunden, Wunschkonzert, Gedächtnistraining und Vorlesen Freude an dieser neuen Form. Und die Gerontologin und Leiterin Therapien der pflegimuri weist darauf hin, dass «gemäss informellen Umfragen dies in der Aktivierungs-Fachwelt ziemlich einzigartig ist. Wer weiss, was wir hier in der pflegimuri davon in die Nach-Corona-Zeit übernehmen.»

N.B.: Zum Vorleseteam auf tele pflegimuri gehört auch die freiwillige Mitarbeiterin Rosmarie Käch. Sie hat ihren nächsten Auftritt auf dem hauseigenen Kanal 99 am kommenden Freitag. Zudem ist sie eines der Aushängeschilder des Schweizer Vorlesetags vom 27. Mai 2020…von wegen Starstatus à la Heidi Abel!


19.5.20 | Jedem Kraut gewachsen
«Gärtnermeister René Neiger, Landschaftsveredler par excellence der pflegimuri, brauchte Unterstützung, um den bekannten ProSpecieRara-Garten der pflegimuri auf Vordermann beziehungsweise -frau zu bringen», schreibt Küchenchef Jürg Bischofberger in seinen vorläufig letzten goodnews. «Die beiden Lernenden in der Küche, Hannah und Timon, sprangen in die Bresche und halfen René einen Tag lang an der frischen Luft. Nach vorgängiger Planung wurde zuerst eingekauft und dann konnten 'd Stifte' motiviert und professionell eingekleidet im Garten Chrüütli und Gemüse setzen.»
Der Austausch mit René und das Zupacken, also beste Warenkunde durch den Profi, machte den Beiden sichtlich Spass und sie lernten obendrein eine Menge.
Jürg Bischofberger rundet die Geschichte ab mit einem Dankeschön an René Neiger: «Die Küchencrew freut sich bereits auf die Kräuter und das Gemüse, das top-frisch in der pflegimuri-Küche verarbeitet wird. Zudem haben unsere Jungen einen sehr erlebnisreichen Tag bei dir verbracht und …abends sicher den Rücken gespürt.»


18.5.20 | Der Jungbrunnen aus Erlinsbach
Selbstverständlich ohne jemandem zu nahe treten zu wollen: Doch liegt der Primarschulabschluss der pflegimuri-Bewohnerinnen und -Bewohner bereits ein beträchtliches Weilchen zurück. Umso schöner lesen sich diese Jungbrunnen-goodnews:

«Da ich meine 6.-Klässlerinnen und 6.-Klässler zwei Monate nicht gesehen habe, war die Wiedersehensfreude riesig. Wir sind vom Kanton davon befreit, Prüfungen durchzuboxen und da die Übertrittsentscheide schon gefällt sind, durfte ich vor einer Woche meine Kids zu acht eher aussergewöhnlichen letzten Schulwochen begrüssen», schreibt Isabel Waldmeier, Lehrerin der 6b in Erlinsbach, der goodnews-Redaktion und erzählt weiter. «Diese sollen nämlich unter dem Motto ‘was können wir Gutes tun’ stattfinden. Einstieg in dieses Thema fanden wir - und hier kommt die pflegimuri ins Spiel - mit einem kleinen Recherche-Auftrag auf eurer Website. Wir tauschten die lustigsten, spannendsten, schönsten News aus. Anschliessend durften die Kinder selber erzählen, wo und was sie schon für gute Taten gemacht hatten.

Am 25. Mai werden wir den ‘Tag der guten Tat’ feiern, eine Woche lang wichteln innerhalb der Klasse. Unauffällig jemandem helfen, vielleicht auch nur ein nettes Wort, ein Kompliment oder die Türe aufhalten. Es sind die Kleinigkeiten, die uns allen so gut tun - gerade in einer eher schwierigen Zeit wie dieser. Das Ganze möchte ich dann noch vergrössern. Die kantonale Aktion ‘Schöne Post’ hat mich inspiriert, unserem örtlichen Altersheim Briefe zu schicken - ich bin schon sehr auf die Werke meiner Schülerinnen und Schüler gespannt!

Mit diesen und hoffentlich noch vielen anderen guten Ideen will ich den Schülerinnen und Schülern einen unvergesslichen Schulabschluss der Primarschule mit auf ihren Lebensweg geben. Ich hoffe, dass wir damit auch anderen Menschen ein Lächeln zaubern können und wer weiss, vielleicht entsteht ja eine Freundschaft, eine schöne Begegnung.. Wir lassen uns überraschen!»
Isabel Waldmeier rundet ihre tollen goodnews sehr persönlich ab: «Dass ich im Jahre 1991 in Muri zur Welt gekommen bin, schliesst den Kreis für mich ein wenig. Es fühlt sich bitz an, als könnte ich jetzt etwas zurückgeben für den Ort, an dem ich das Licht der Welt erblicken durfte. Ich wünsche Ihnen viel Sonnenschein und noch mehr Gesundheit!»

N.B.: Im Wissen, dass die Erlinsbacher 6b heute die goodnews im Klassenzimmer gemeinsam anschaut, grüsst euch die pflegimuri hiermit herzlich und wünscht euch zusammen mit Isabel Waldmeier für die kommenden Wochen viele wunderbare Erfahrungen – ihr seid super!


17.5.20 | Erfülltes Leben
Klischees wie «Pflegeinstitution gleich Abstellgleis» halten sich erstaunlich hartnäckig in der allgemeinen Wahrnehmung. In ihrer letzten Werbekampagne griff darum die pflegimuri verschiedene Stereotypen vom vermeintlich öden Alltag im Heim auf und antwortete mit der Aufforderung: Gerne widerlegen wir dieses Vorurteil. Was das ganz praktisch heisst, beschreiben folgende goodnews:

«Ich habe von zuhause aus mit Robert Leuenberger zwei Partien Schach gespielt. Beide je auf ihrem iPad mit demselben Schachprogramm. Nebenher waren wir am Telefon auf Lautsprecher und konnten miteinander reden…auch danach noch», erzählt pflegimuri-Seelsorger Andreas Zimmermann und präzisiert: «Das Schachprogramm, mit dem man mit Menschen auf der ganzen Welt spielen kann, habe ich übrigens durch Robert Leuenberger kennengelernt, es danach bei mir aufs Tablet geladen und nutze es regelmässig. Nun war es das erste Mal, dass wir beide aus der Ferne miteinander gespielt haben.»
Falls es beim Namen Robert Leuenberger klingelt. Ja genau, vom vitalen pflegimuri-Bewohner mit Jahrgang 1923 war bereits in den Hollywood-goodnews zu lesen.

Von einem weiteren Beispiel erfüllten, guten Lebens in der pflegimuri berichtet Brigitte Gysin, Gerontologin MAS und Leitung Therapien: «Ich habe vernommen, dass die in den goodnews vom 30. April beschriebene Turnsequenz unter Anleitung von Bewohnerin Frau A. aus dem pflegimuri löwen 1. Stock nicht die letzte war – sondern erst der Anfang! Gemäss der Wohngruppenleitung Danijela Mijailovic ist Frau A. in Zusammenarbeit mit einer Pflegefachperson in die Fusstapfen von Aktivierungstherapeutin Rita getreten und leitet einmal pro Woche das Turnen an, liest vor und schreibt Geburtstagssongs.»


16.5.20 | «Sag zum Abschied…
…leise Servus.» Peter Kreuders grösster Abschieds-Schlager – angelehnt an eine Melodie von Johann Strauss – ist längst zum geflügelten Wort geworden. Nach Auffahrt wird sich die goodnews-Redaktion in die Kreativpause verabschieden, um sich in ein paar Wochen im Zusammenhang mit der neuen Website der pflegimuri beziehungsweise des damit verbundenen  Newsletters wieder zu melden.

Rund 60 Einträge umfasst das pflegimuri-Coronatagebuch bis dato. Mitarbeitende, Bewohnerinnen, Bewohner und Menschen, denen die pflegimuri sympathisch ist, haben daran mitgeschrieben. Es war eine grosse Freude! Oder wie es Pascale Angelina Fischer-Friederich ausdrückt: «Täglich bin ich gespannt. Was sind die goodnews heute? Merci für die tollen Ideen und dass auch wir als Angehörige so ein bisschen am Alltagsleben der pflegimuri teilnehmen können. Welches ja sehr bunt, spannend, vielseitig und mit viel Herzblut gelebt wird. Dafür danke ich Ihnen ganz, ganz herzlich. Grüsse an ALLE  - welche sich so engagieren.» Oder wie Rita Lichtsteiner, die ihre Grüsse gleich mit dem Wunschkonzert auf tele pflegimuri verknüpft: «Lieber Max, die Wandergruppe Helsana schickt dir ganz liebe Grüsse. Bei uns ist im Moment auch ‘stay at home’ angesagt. Also kein Rucksack und keine Wanderschuhe putzen. Falls möglich für das Hauswunschkonzert vom Jodlerklub Wiesenberg: Bärgwanderig.»

Das Wunschkonzert gibt es morgen Sonntag, heute auf dem Hauskanal 99 zu sehen ist ein weiteres begeisterndes Zeichen der Verbundenheit: Valentinos Traumtheater. Vor gut eineinhalb Jahren gastierte es im Haus. Nun produzierte es für die Bewohnerinnen und Bewohner der pflegimuri einen 30-minütigen Film. «Die aktuelle Lage ist eine Herausforderung. Valentinos Traumtheater möchte diese Zeit versüssen», findet das familiäre Künstler-Quartett, das sich eindrucksvoller Artistik und feiner Comedy verschrieben hat. Im Film zu sehen ist eine exklusive Show mit einer lustigen Haustierdressur als Highlight. Manege frei!


15.5.20 | Nicht verzagen, sondern…
…den Küchenchef fragen. Das tat eine Bewohnerin der pflegimuri, als sie dieser Tage zünftig das Zahnweh plagte. Und siehe da, Jürg Bischofberger hatte ein offenes Ohr und verabreichte besagter Bewohnerin wunschgemäss eine entzündungshemmende Gewürznelke zum Kauen. Dank diesem bewährten Hausmittelchen konnte dann auch diese Bewohnerin die Bingo-Tage (siehe goodnews vom 6. Mai) der pflegimuri-Küche schmerzfrei geniessen. «Während der Bingo-Tage galt für alle Wohngruppen ein Mal freie Menüwahl. Die Bewohnerinnen und Bewohner hatten viel Freude daran und es wurde rege diskutiert», macht es Jürg Bischofberger spannend. «Schliesslich wurde querbeet bestellt. Es gab weder den absoluten Spitzenreiter, noch abgehobene Wünsche. Hauchdünner Sieger wurde …Bingo!…der Wurst-Käsesalat. Knapp dahinter Evergreens wie: Fleischkäse mit Spiegelei, Gschwellti mit Chäs, Fruchtwähe, Bratwurst mit Zwiebelsauce und Röschti, Spaghetti Carbonara und Bolognese, Rahmgschnätzlets mit Butternüdeli und Pizza.»
Weil ab morgen Samstag das Restaurant benedikt über die Mittagszeit – ausschliesslich für die Bewohnerinnen und Bewohner der pflegimuri – wieder geöffnet ist, sind dieJoker- und Bingo-Tage nun Geschichte. Doch Jürg Bischofberger versichert: «Diese Lieblingsgerichte werden wir natürlich weiterhin in die Menüplanung einfliessen lassen.»


14.5.20 | pflegimuri goes Hollywood
Nach Imagefilm und Fernsehauftritt umweht den letzten Teil der cineastischen Trilogie ein Hauch von Hollywood. Im Juni 2019 haben Filmemacher rund um Regisseur Michael Steiner die Schweizer Bevölkerung aufgerufen, in selbstgedrehten Videos ihre Geschichten von einem Tag in der Schweiz zu erzählen. Aus einer grossen Auswahl eingereichter Videos aus allen vier Landesteilen und von unterschiedlichen Altersgruppen entstand ein rund 70-minütiger Film, welcher eine vielfältige und multikulturelle Schweiz zeigt. Als Vorlage für das Konzept von «Switzerländers» diente der Film «Life in a Day», welcher 2011 von Ridley Scott und Kevin MacDonald umgesetzt wurde.
Robert Leuenberger, Bewohner der pflegimuri, hat sich ein Kurzvideo ausgedacht, auf dem er Trottinett fahrend aus seinem Leben erzählt. Sein Beitrag hat die Filmcrew überzeugt und darum wäre er in diesen Tagen eigentlich auf den Grossleinwänden in unserem Land präsent. Wann der pflegimuri-«Filmstar» nun in den Schweizer Kinos zu sehen sein wird, bleibt ungewiss. Doch Vorfreude ist bekanntlich die schönste Freude!


13.5.20 | Von Film- und Fernsehstars
Wer einmal Filmluft geschnuppert hat, den lässt die Welt der Stars und Sternchen so schnell nicht mehr los. Durch ihre Lernende Marie Lentzsch hatte die pflegimuri gestern einen Auftritt im Imagefilm der OdA GS Aargau, legte dann gleich noch einen Zacken zu und bot dem Fernsehsender TeleM1 Hand.
Der Beitrag für die Sendung «Aktuell» soll zeigen, wie das sogenannte kontrollierte Besuchsrecht, das seit dem 11. Mai allen Spitälern, Kliniken und Heimen erlaubt ist, umgesetzt wird.


12.5.20 | Von verlorenen Socken und dem Tag der Pflege
Wer kennt nicht das Problem, dass Socken verschwinden. Einfach so. Und man findet sie partout nicht mehr. Sie bleiben wie vom Erdboden verschluckt. Bei über 200 Bewohnerinnen und Bewohnern kann darum das tägliche Socken-Management der textilen Dienste der pflegimuri als wahre Meisterleistung bezeichnet werden. Jener Socken, die trotz aller Wäsche-Kniffs und -Tricks abhanden kommen, wurde übrigens am letzten Samstag gedacht. Es waren – Nomen ist Omen – Cosy Sox und Fanny Day, die den «Tag der verlorenen Socke» 1998 ins Leben riefen. Wer den Gedenktag am Samstag vor lauter Muttertag am Sonntag verpasst haben sollte, kann ihn getrost nächstes Jahr am 9. Mai würdigen, indem zwei verschiedene Socken getragen werden – eben in Erinnerung an das Sockengspändli, das während des letzten Waschgangs aus der Maschine ausbüxte.

Weil das grad so nett ist mit diesen Gedenktagen, bleiben wir beim Thema. Denn heute ist «Internationaler Tag der Pflege» und dies erst noch im «Jahr der Pflegefachkräfte und Hebammen 2020».
Die Bildungsorganisation für Gesundheits- und Sozialberufe OdA GS Aargau hat zum Tag der Pflege 2020 einen Clip produzieren lassen. Was darüber nur goodnews-Lesende wissen: Der Streifen wurde nicht mit Profi-Schauspielerinnen und -Schauspielern gedreht. Vielmehr brilliert in der Hauptrolle, neben Fabienne Busslinger (dunkelblaues Top) aus dem Kantonsspital Baden, Marie Lentzsch (weisses Top und lange Haare), Fachangestellte Gesundheit im zweiten Ausbildungsjahr in der pflegimuri mit Filmstarqualitäten. Eine oscarreife Leistung!



11.5.20 | Warum es schon mal laut werden kann
Vor einer Woche durfte pflegimuri-Bewohnerin Katharina R. ihren 89. Geburtstag feiern. Normalerweise werden Geburtstagsfeste gerne ins Restaurant benedikt der pflegimuri verlegt. Da lässt es sich besonders gediegen tafeln und in familiärer Runde beisammen sein. Auch wenn Frau R. ihren Besuch dieses Jahr lediglich im Begegnungsraum hinter Plexiglas empfangen und den Geburtstagskuchen mit den Mitbewohnerinnen und Mitbewohnern auf der Wohngruppe E1 geniessen konnte, hatte sie Freude am besonderen Tag. «Ich fand es schön, weil ich hier gut umsorgt bin und weil alle meine Lieben gesund sind – die Kinder, Gross- und Urgrosskinder.» Brigitte Hess, Leiterin der Wohngruppe E1, ergänzt: «Wir sangen alle ein kräftiges ‘Happy Birthday’ und sassen gut ein Stunde lang zusammen zum Plaudern.» Lachend ergänzt sie mit Bezug auf das nicht mehr immer optimale Gehör der Bewohnerinnen und Bewohner: «Obwohl bei dem Abstand, den wir einhalten müssen, tönt unser Plaudern für Aussenstehende momentan wohl eher nach einem einander Anschreien.»

Weil alle elf Wohngruppen der pflegimuri nach wie vor autonom agieren, kommt der zu diesen goodnews passende Kuchen selbstverständlich nicht tatsächlich, sondern lediglich symbolisch von der zwei Stockwerke entfernt gelegenen Wohngruppe G2: «Wir haben mit Bewohnerinnen und Bewohnern auf der Wohngruppe gebacken. Auf der ganzen G2 duftete es herrlich! Alle Bewohner und Bewohnerinnen freuten sich über das frische Dessert», schreibt Mitarbeiterin Simona Kqira und liefert das gluschtige Foti zum Text.

 




10.5.20 | Zum Muttertag
In der pflegimuri wird seit Anfang Mai das kontrollierte Besuchsrecht gelebt, wie es das Departement Gesundheit und Soziales ab morgen allen Spitälern, Kliniken und Heimen im Aargau empfiehlt. Dennoch wird es nicht allen Angehörigen möglich sein, heute ihre in der pflegimuri lebende Mama, ihr Grosi, Ur- oder sogar Ururgrossmueti zu besuchen und zu beschenken. Darum wird ihnen zur Aufmunterung vom Haus eine schöne Rose überreicht, zudem an verschiedenen Plätzen rund um die pflegimuri ein Drehorgelkonzert gespielt. Mit der Zeichnung von Annina Jeker an die goodnews wird dieses Muttertags-Potpourri abgerundet.




9.5.20 | Die goodnews verleihen Flügel
«Ein bis zwei Mal pro Woche telefoniere ich mit meiner Grossmutter, die zu Hause in Wettingen brav ihre Quarantäne aussitzt. Die Einkaufsliste wird ganz modern per WhatsApp meiner Schwester zugestellt. Sie macht das wirklich gut», findet Claudia Etterli, Wohngruppenleitung D in der pflegimuri, und erzählt weiter: «Meine 91-jährige Grossmutter ist viel im Garten, bestellt sich Krimis aus der Bibliothek, lässt sich vom Chocolatier Rimann Patisserie und Brot liefern und neuerdings geht sie mehrmals täglich an den Computer nach ihren Vögeln schauen. Bei dieser Bemerkung musste ich doch genauer nachfragen. Sie erzählte dann von den Schleiereulen, die es ihr ganz besonders angetan haben. Diese haben nämlich sechs Eier gelegt, ein paar sind auch schon geschlüpft. Täglich nach dem Einnachten bringt das Männchen dann jeweils Mäuse zum Nest und füttert das Weibchen, besteigt sie und fliegt wieder weg. Meine Grossmutter beobachtet aber auch Falken, die in Zürich in einem Hochkamin leben und kommentiert deren bisheriges Verhalten so: Die Falken haben einfach noch nicht gecheckt, wie das mit dem Brüten geht.»

Falls all das noch nicht genug gefiederte Freude war, hier etwas Kultur zum Wochenende. Das Cellocomedy-Duo Calva begeisterte damals die Gäste bei der Einweihung des pflegimuri löwen und würde aktuell mit seinem Programm für «Zwei Celli und vier Flügel» durch die Welt schwirren. Alternativ haben sie nun einen Gruss aus dem Homeoffice produziert.


8.5.20 | Jede und jeder ein Gault Millau
Falls Sie seit Mittwoch am Raten sind, welche Leibspeisen es wohl im Rahmen der Bingo-Tag aufs Podest schaffen werden, schalten Sie bitte vorerst ein Päusli ein. Denn aus gut unterrichteten Kreisen war zu erfahren, dass die Hochrechnungen erst im Verlauf der nächsten Woche verliegen werden. Dennoch gibt es hiermit goodnews aus der pflegimuri-Küche, erzählt von deren Leiter Jürg Bischofberger:

«Meine beiden Stellvertreterinnen Anita Schmid und Brigitte Käppeli haben einen Mahlzeiten-Fahrdienst absolviert. Beide haben danach unisono erklärt, dass sie herzlich willkommen geheissen wurden und die Kunden sich sehr über die Köchinnen gefreut haben. Nun war ich selber Beifahrer auf einer Tour mit dem Chef des freiwilligen Fahrdienstes, Kurt Koller. Alle hatten grosse Freude, den Küchenchef zu sehen und ihm die Meinung zu sagen...! So konnte ich direkt, mit dem nötigen Abstand, die diversen schönen Rückmeldungen, Wünsche und Bedürfnisse abholen. Es waren kurze aber gehaltvolle Momente mit Menschen, die den Mahlzeitendienst der pflegimuri sehr schätzen. Ich sah in freundliche und glückliche Augen, spürte aber auch Unsicherheit und das Hoffen auf den gewohnten Alltag.»

Schliesslich windet Jürg Bischofberger den Freiwilligen im Mahlzeiten-Fahrdienst der pflegimuri ein Kränzchen: «Die Arbeit, die sie leisten, ist beeindruckend. Sie stehen jeden Tag pünktlich auf der Matte. Alle Kunden haben das Mittagessen zur Zeit auf dem Tisch. Da ein freundliches Wort, dort ein kleiner Schwatz, hier eine Aufmunterung, noch schnell eine Bestellung aufnehmen. Ein nicht zu unterschätzender Service, den die Fahrerinnen und Fahrer täglich bieten, Chapeau! Obendrein ist es eine schöne Tatsache, dass wir der Kundschaft ein paar abwechslungsreiche und genussreiche Momente vermitteln können. Herzlichen Dank an das Fahr-Team, herzlichen Dank an meine Küchenmannschaft. Ich bin stolz auf euch.»

Mehr zum Mahlzeitendienst und zu weiteren spannenden Themen aus der pflegimuri gibt es in der neuen pflegizytig.


7.5.20 | Hans Peter, Alois, Beatrice und s falschi Grosi
Seit einer Woche ist es Angehörigen von Bewohnerinnen und Bewohnern der pflegimuri möglich, halbstündige Besuchstermine in den sogenannten Begegnungsräumen zu buchen. «Die Räume im Haus ermöglichen gute Besuche. Die Besucherinnen und Besucher werden von den Zivilschützern kompetent und freundlich eingeführt und begleitet. Die Räume entsprechen auch dem pflegimuri-Standard», zieht Thomas Wernli eine erste Bilanz. Der pflegimuri-Direktor benennt aber auch Anlaufschwierigkeiten: «Die Begegnungsräume im Klosterhof und am Fenster Adalbert haben sich nicht bewährt. Unbequem, akustisch schlecht, bei Regen und Kälte unangenehm.» Darum wurden sie geschlossen beziehungsweise ist ab heute im pflegimuri löwen ein zusätzlicher Begegnungsraum eingerichtet. Zum Thema «aller Anfang hat seine Tücken» verrät Thomas Wernli noch dies: «Am Sonntag wurden zwei Bewohnerinnen mit dem gleichen Geschlechtsnamen und dem gleichen Besuchstermin von den Zivis verwechselt. Da sass dann die falsche Familie vor dem falschen Grosi.»

Weil wie erwähnt Besuche bis auf Weiteres den Angehörigen vorbehalten sind, hängen wir den heutigen goodnews Grüsse an von freiwilligen Helfern. So schreibt Hans Peter:«Ich wünsche allen Mitarbeiterinnen, Mitarbeitern und dem Chef in dieser besonderen Zeit viel Mut, Zuversicht und Geduld. Vor allem wünsche ich euch gesundheitlich nur das Beste!»
Der freiwillige Helfer Alois hatte jüngst Geburtstag: «Ein ganz GROSSES DANKESCHOEN für die netten Glückwünsche zu meinem 79. Die Freude ist sehr gross, von Ihnen etwas zu hören in dieser schwierigen Zeit. Ich sehne mich stark danach, wieder in die pflegimuri zu kommen, um mit den Bewohnerinnen und Bewohnern zu spielen, mit ihnen einen Schwatz zu halten oder einen kurzen Spaziergang zu machen.»
Auf tele pflegimuri zu sehen ist heute die freiwillige Helferin Beatrice. Sie nimmt mit ihrer Bildpräsentation alle Zuschauerinnen und Zuschauer mit auf eine Reise nach Namibia.


6.5.20 | Erika, Linda, Madita und Bingo
Im Zusammenhang mit der Aktion «Schöne Post» (siehe goodnews vom 3. April) trafen letzte Woche zwei Zeichnungen in der pflegimuri ein. Absenderinnen: Madita und Linda, Töchter von Andreas C. Müller, Chefredaktor von Horizonte | Pfarrblatt Aargau. Zu ihrer Freude wurde pflegimuri-Bewohnerin Erika Meier als Empfängerin auserkoren. Doch wer sind die jungen Künstlerinnen? Welche Geschichte steckt hinter den Zeichnungen? Ist das ein Käfer oder ein Eichhörnchen nebem dem üppigen Wurzelwerk? Erika Meier wollte es wissen und wagte sich erstmals in ihrem Lebens ans Skypen. Die schöne Geschichte zur schönen Post gibt es hier oder morgen Donnerstag im gedruckten Horizonte.

Zum Schluss für heute darf wieder einmal geraten werden. Sie erinnern sich an die Joker-Tage (Gedankenhilfe siehe 22. April)? Nun schaltete die Küchencrew der pflegimuri noch einen Gang höher und lancierte die Bingo-Tage. Jede Wohngruppe hatte völlig freie Wahl bezüglich einem Wunschmenü (ausser Chateaubriand :-). Welche Leibspeisen haben es wohl unter die «Top 5» geschafft?


5.5.20 | pflegimuri international
Ägypten, Bosnien und Herzegowina, Brasilien, Bulgarien, Chile, China, Deutschland, Eritrea, Iran, Italien, Kosovo, Kroatien, Nordmazedonien, Philippinen, Polen, Portugal, Schweiz, Serbien, Spanien, Sri Lanka, Südafrika, Syrien, Tibet, Tschechien oder Türkei. Was sich liest wie der Reisekatalog 2021, ist die Liste jener Nationen, aus denen die insgesamt 320 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der pflegimuri stammen. Saba Srithanarasah arbeitet aktuell im Personalbüro der pflegimuri und hat diese Nationenfahndung für die goodnews betrieben. Saba ist Kaufmann in Ausbildung und somit einer von 40 Lernenden in acht Berufen der pflegimuri.

Die Internationalität der pflegimuri beschert nicht zuletzt den Bewohnerinnen und Bewohnern immer wieder Spannendes. So bereitete Nasiha Besic mit den Bewohnerinnen und Bewohnern der Wohngruppe D eine Pita zu. Pita ist eine Blätterteig-Spezialität aus Nasihas Heimatland Bosnien. Während die Bewohnerinnen und Bewohner fleissig Zwiebeln und Kartoffeln würfelten, bereitete Nasiha am Nebentisch den hauchdünnen Blätterteig vor. So wurde die Stube kurzerhand zur Showküche: Wer den vier Quadratmeter grossen Blätterteig sah, staunte nicht schlecht!

vorher



nachher




 

4.5.20 | Party im Personalbüro
Dank verschiedenster Festivals, Konzerte und Openairs präsentiert sich der Sommer in der Schweiz normalerweise äussert klangvoll. Dieses Jahr wird es wohl etwas ruhiger. Ausser man beziehungsweise frau arbeitet im Personalbüro. So wie das Powerduo Verena Rey, Leitung, und Martina Bachmann, Sachbearbeiterin Personal. «Entgegen aller Vorurteile, dass es in einem Pflegeheim langweilig zu und her geht, haben wir in unserem Personalbüro nämlich seit kurzem regelmässig musikalische Unterhaltung», heisst es in ihren goodnews. Warum dem so ist? Ein Bewohner der Wohngruppe B/C (liegt grad über dem Personalbüro), hat eine Boom-Box (früher Lautsprecher genannt) erhalten. Das bedeutet für Verena Rey und Martina Bachmann, «dass wir bei unserer Arbeit regelmässig mit Party-Sound unterhalten werden. Die Palette ist breit gefächert, von Rock über Elektro oder Pop bis hin zu Latino-Musik. Das gibt gute Laune!»


3.5.20 | …dänn fiiri halt dä 100.!
An den Wochenenden, jeweils über die Mittagszeit, ist seit Mitte März immer ein Mitglied der Geschäftsleitung oder des Pflegekaders auf den Wohngruppen der pflegimuri «zu Besuch». Die vielen Begegnungen und kurzen Gespräche sind berührend und motivierend gleichzeitig. Die Art und Weise, wie die Bewohnerinnen und Bewohner mit dieser doch sehr speziellen Situation umgehen, ist beeindruckend. Das zeigt auch das folgende Müsterchen, erlebt von Thomas Wernli, als er während seiner Visite Frau R. zum 95. Geburtstag gratulierte. «Sie hat sich sehr gefreut, zumal der Herr Direktor persönlich vorbeikam und dann erst noch mit Lindorkugeln. Überdies meinte Frau R., dass das mit dem Besuchsverbot nicht so schlimm sei, sie könne ja dann den 100. Geburtstag wieder mit den Angehörigen feiern.»

Und diese Geburtstags-Geschichte erlebte Martina Keusch, Fachstelle Palliative Care der pflegimuri: «Ich musste wegen einem Palliative Care-Anliegen auf die F2. Weil es auf der Wohngruppe so fein schmeckte, fragte ich nach. Man sagte mir, dass ein Bewohner Geburtstag hat. Weil er diesen nicht mit den Angehörigen im Restaurant benedikt feiern kann, haben sie auf der Wohngruppe sein Wunschessen – Pommes frites mit Kotelett - für alle gekocht. Es war so eine schöne Atmosphäre, natürlich unter Einhaltung der Hygienevorschriften. Alle, die am Tisch sassen, sahen freudig aus. Wie eine richtige Familie. Dieser Anblick freute mich sehr.» Martina Keusch schliesst ihre goodnews mit persönlichem Bezug: «Auch ich selber freue mich am Geburtstag stets,  wenn mir meine Mutter jeweils mein Lieblingsessen kocht.»


2.5.20 | «happy birthday to you»…
…ist seit «Waschen wie Wernli» (siehe goodnews vom 26. März) der ultimative Händehygiene-Song in der pflegimuri, wird aber selbstverständlich auch passgenau angewendet. So heute vor einer Woche. «Es war derart schönes Wetter, dass wir beschlossen, draussen unter den Bäumen im Höfligarten die Geburtstagstorte einer Bewohnerin zu geniessen und zu feiern», beginnt Isabelle Licini, Mitarbeiterin der Wohngruppe G2 ihre goodnews. «Die Bewohnerin erwartete zudem Besuch. So vereinbarten wir, die Feier mit uns auf der einen Seite und dem Besuch auf der anderen Seite des Zauns zu gestalten. Da ahnten wir aber noch nicht, dass der ganze Nachmittag ein absolutes Highlight werden würde.»
Denn zufälligerweise gab der Schwiegersohn einer anderen Bewohnerin «ennet em» Zaun ein wunderschönes Drehorgelkonzert. Sogar ein «Tanti Auguri» wurde gespielt, manche Bewohnerinnen und Bewohner sangen mit und wippten im Takt. Grosser Applaus, Grüsse, Worte und natürlich auch Tortenstücke wurden ausgetauscht. Schnell nahmen andere Wohnbereichen dieses Privatkonzert auch wahr, zahlreiche Fenster öffneten sich, Interessierte schauten nach draussen und hörten zu. 
Isabelle Licini: «Das Geburtstagskind war sichtlich gerührt, erfreute sich an der Musik und konnte sich noch lange mit ihren extra für sie angereisten Angehörigen über den Zaun unterhalten. So wurde aus einem normalen Geburtstag ein fantastischer Nachmittag für zahlreiche Bewohnerinnen und Bewohner, der viel Abwechslung bot, Emotionen auslöste und sich sogar wie ein Stück Normalität anfühlte. 

Übrigens: Seit gestern, 1. Mai, sind die sogenannten Begegnungsräume der pflegimuri eingerichtet für Angehörigenbesuche. Erwartungsgemäss wurden die möglichen Zeitfenster rege gebucht. «Das freut uns», schreibt Thomas Wernli, Direktor der pflegimuri, in seinem jüngsten Informationsbrief an die Angehörigen und ergänzt: «Es ist uns ein grosses Anliegen, dass die Begegnungen in einem würdigen Rahmen stattfinden können und nicht in billigen Provisorien, welche die Menschen noch zusätzlich belasten würden. Dankbar in diesem Zusammenhang sind wir für die Unterstützung des Zivilschutzes.»


1.5.20 | Aufblühen
«Es lässt sich nur erahnen, wie schwierig es ist, zu Coronazeiten in ein Pflegeheim einzutreten.» Dies sagt Claudia Etterli, Leiterin der Wohngruppe D und Mitarbeiterin der Sozialberatung der pflegimuri. Die erfahrene Fachfrau ergänzt: «Denn in der Eintrittsphase wünscht man sich eigentlich besonders viel Besuch von Familie und Freunden.»
Umso schöner zeigte sich die Geschichte von Frau K., die neu in die Wohngruppe D der pflegimuri eingezogen ist. Eine ihrer neuen Mitbewohnerinnen erinnerte sich gut an den eigenen Eintritt zurück. Sie wusste, wie wichtig ein offenes Ohr und Orientierung in der Anfangszeit sein kann. Claudia Etterli: «Als ich mich bei dieser Mitbewohnerin bedankte, weil sie sich so liebevoll um Frau K. kümmert, sagte sie mir: Wissen Sie, ich weiss, was es bedeutet, neu hier zu sein. Es war für mich nicht einfach. Doch jetzt habe ich Zeit und helfe Frau K. gerne dabei, sich etwas schneller einzuleben. Ausserdem weiss sie immer etwas Spannendes zu erzählen.»

Schliessen wir diese schöne Geschichte mit einem optischen Hoffnungszeichen. Urban Staubli hat es an goodnews@pflegimuri.ch geschickt und dazu geschrieben: «Beim Joggen im Wald habe ich diesen Baumstrunk gefunden mit herrlich schönen Tannensprösslingen drauf. Passt irgendwie in die heutige Zeit. Ich wünsche allen einen gesunden und frohen Tag!»




30.4.20 | Lecker, lecker
Weil die heutigen goodnews etwas umfangreicher sind, gibt es zur Stärkung nochmals eine Doppelration jener Kalorien, die wir stets ohne schlechtes Gewissen zu uns nehmen. Schliesslich war es nicht nett, gestern zu verheimlichen, mit welchem Gratisdessert die pflegimuri-Mitarbeitenden verwöhnt wurden – Erdbeer-Tiramisu! Dann noch dies: «Besonders schön sind die süssen Überraschungen der Angehörigen», findet Manuela Meister, stellvertretende Wohngruppenleiterin B/C, und erzählt: «So durften wir eine Lieferung mit selbstgemachten Vanille-Cornets und Caramelcrème am Empfang abholen. Die Wohngruppe B/C möchte sich herzlich bedanken bei Frau M. für die Leckereien. Gemeinsam mit ihrem Vater haben wir das verführerische Dessert genossen.»

Themenwechsel eins: «Was auf den ersten Blick als unerfreuliche Nachricht daherkam – kann als gute Nachricht abgeschlossen werden», macht es Brigitte Gysin, Gerontologin und Leitung Therapien der pflegimuri, spannend. «Schon vor der Corona-Krise bot Rita Dahinden, Fachfrau Aktivierung, für insgesamt vier Wohngruppen eine wöchentliche Bewegungsrunde an. Seit der Sendeaufnahme von 'tele pflegimuri' flimmert jeweils am Morgen ‘Turnen mit Rita’ über den Bildschirm. Die unerfreuliche Nachricht: Nun hatte Rita ihren letzten Arbeitstag in der pflegimuri. Die erfreuliche Nachricht: Die Bewohnerinnen und Bewohner vom Löwen 1. Stock verabschiedeten Rita mit einer Turnstunde im Freien. Angeleitet wurde die Lektion von Frau A., welche auf theatralische Art und unter Zuhilfenahme einer Pflegefachfrau darstellte, dass vor der wöchentlichen Turnlektion manchmal innere Widerstände überwunden werden müssen – sich dies jedoch auf jeden Fall lohnt und das Wohlbefinden nach dem Turnen sehr viel grösser sei als vorher. Die Bewohner und Bewohnerinnen hatten diese Aktion mit viel Eigeninitiative geplant und mit Unterstützung der Pflegenden durchgeführt.»

Themenwechsel zwei: Auch wenn Rita nicht mehr in der pflegimuri arbeitet, bleibt uns ihr Lieblingsmensch erhalten. Er ging in einer früheren guten Nachricht leider vergessen, doch hiermit wird im Namen der Fernsehdirektion nachgeholt, dass Paul Furrer aus dem Bau+Technik-Team ebenfalls einen wichtigen Teil zu 'tele pflegimuri' beiträgt. Der pflegimuri-Hausstromer ist verantwortlich, dass der interne Kanal in den Zimmern und auf den Wohngruppen eingerichtet ist und läuft. Somit wäre der Kreis geschlossen. Denn wie aus verlässlicher Quelle zu erfahren war, wird ‘Turnen mit Rita’ als Klassiker auch künftig ab und an aus dem 'tele pflegimuri'-Archiv geholt und ausgestrahlt werden.


29.4.20 | Schenke Zeit. Werde reich.
Jetzt, wo draussen für ein paar Tage (für die Natur willkommene) trübe Tasse herrscht, bleibt es in der pflegimuri gemütssonnig dank Süssem. So hat die pflegimuri-Küchencrew heute für alle Mitarbeitenden ein Gratis-Dessert ausgeheckt. Bereits gestern war die Freude auf der Wohngruppe D gross: «Wir bedanken uns herzlich bei Bernadette Bosshard für die feinen Engadiner Nusstorten, die uns per Post erreichten. Überraschung gelungen!»
Quasi als Nachspeise zu den seit Beginn dieser Woche bereits servierten poetischen Gängen gibt es dieses berührende Zeichen von goodnews-Leserin beziehungsweise heute Schreiberin Christine Kaser. Sie erzählt von ihrem Engagement im Rahmen der Kiss-Zeitvorsorge:

«Die wöchentlichen Besuche im Altersheim fallen aus. Anstelle dessen telefoniere ich Maria täglich und lese ihr ein kurzes Gedicht vor – aktuell aus dem Büchlein «Inmitten» von Thomas Gröbly – worüber wir dann zusammen sinnieren. Heute war vom Flieder die Rede und dies weckte in Maria Erinnerungen an ferne Tage, als sie hochschwanger war und von einer ihr unbekannten Frau einen Fliederblumenstrauss über den Gartenzaun geschenkt bekommen hat. Damals wie auch jetzt ist die Freude gross. Das Gespräch führt über Mani Matter bis zu Dietrich Bonhoeffer und unser Telefongespräch wird zum Telefonsingen. Gemeinsam singen wir das Lied ‘Von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost, was kommen mag’. Trotz der Einschränkungen in diesen besonderen Zeiten können, wenn man sich auf ein tiefes Gespräch einlässt, Erinnerungen und Fundstücke aus der Vergangenheit wieder entdeckt werden.»


28.4.20 | Dichtend danken
Wurde gestern noch Poesie aus der Fremde in die goodnews importiert, wird heute hier ein Werk «made in der pflegimuri» präsentiert. Frau A. hat das Gedicht verfasst und im Namen aller Bewohnerinnen und Bewohnern der Wohngruppe Löwen 1. Stock den sie betreuenden Mitarbeiterinnen vorgetragen:

An die lieben Pflegerinnen
Wir sitzen alle hier in einem Boot –
und jeder von uns hat seine eigene Not.
Jeden Morgen steht man auf –
und die Stunden nehmen ihren gewohnten Lauf.

Wir haben so liebe und einfühlsame Pflegerinnen
und möchten ihnen ein Blumenkränzlein winden.
Alle sind wir hier sehr gut aufgehoben –
es gibt nichts zu meckern – wir können nur loben.

Wünsche werden nach Möglichkeit prompt erfüllt
und mit aufmunternden Worten umhüllt.
Viele Meter durch den Gang joggen, ob Sommer oder Winter,
die Betreuerinnen sind flink wie die olympischen Sprinter.

Wir wissen ja, es ist nicht immer leicht, es uns allen recht zu machen –
doch trotzdem findet man auf ihren Gesichtern ein Lachen!
Habt bitte weiter so viel Geduld und Nachsicht mit unserer Runde
und darum sprechen wir ganz laut und deutlich im Bunde:

VIELEN, VIELEN , VIELEN DANK


27.4.20 | einst und heute
Sie war überaus kräftezehrend, die Zeit vor 100 Jahren. Auf die Wirren des Ersten Weltkriegs folgte die Spanische Grippe. Schliesslich griff die Tiere und Menschen treffende Maul- und Klauenseuche um sich. Zu wissen, dass unsere Vorfahren all diese Belastungen ausgehalten und überstanden haben, kann im Umgang mit den aktuellen Herausforderungen helfen.
Robert L., Bewohner der pflegimuri, wies die goodnews-Redaktion auf ein Gedicht hin, das momentan auf vielen Kanälen die Runde macht. Datiert ist es vom 22. Juni 1920. Verfasst wurde es in Bärndüütsch, offenbar von Lina Wisler-Beck, über die aber nichts Genaueres mehr zu erfahren ist.

Längwiligi Zitte
Niene isch Chilbi u niene isch Tanz
deheim ums Hus um versuret me ganz.
I ha mer scho mängisch der Chopf fasch verheit
was ächt no wär z’mache, dass Zyt umegeit.

Wär gwanet isch z’gumpe und z’tanze, o je,
däm düe halt die Süche-Verordnige weh.
E jede muess säge, churzwiligs isch’s nit,
no bsunders für ledigi, lustigi Lüt.

Grad äbe der Sunndig wird eim eso läng,
s’Furtgah isch verbote, u nämlich no sträng.
Gsiech eim deno öpper, o weisch de häts gfählt
de müesst mer schwär büesse u-ni ha kes Gäld!

Drum blieb i deheime. Ich schicke mi dry
u hoffe dä Jammer gang öppe verby.
I bi ja nid einzig, s’trifft anderi o,
s’isch ume es Gwane, - mi zahmet de scho!


26.4.20 | täglich um 17 Uhr
Weil ihnen der persönliche Kontakt zu den Bewohnerinnen und Bewohnern der pflegimuri in den vergangenen Wochen ebenfalls verwehrt blieb, riefen die reformierte Pfarrerin Bettina Lukoschus und der römisch-katholische Seelsorger Andreas Zimmermann das «Gebet um 17 Uhr» ins Leben. «Wir von der Seelsorge laden alle, die das möchten, ein, täglich um 17 Uhr gemeinsam innezuhalten und sich in Gedanken und im Gebet zu verbinden.» Weiter erklärt das Heimseelsorge-Team: «So kann das Gebet zu einem Erlebnis werden, das die gute Energie in uns selbst, in der pflegimuri und der Welt stärkt.»

Für alle, die mitbeten möchten, hier die Anliegen, die vor dem abschliessenden «Vater unser Vater» ausgesprochen werden:
«Im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes. Amen.
Guter Gott, wir bitten dich um Kraft und Ausdauer und um deinen Geist, damit er uns stärkt und uns vertrauensvoll auf dem Weg hält, der letztlich bei Dir zum Ziel führt. Wir bitten aber auch um Halt und Glaubenskraft für all die Menschen, welche auf der ganzen Welt unter dem Coronavirus leiden und um Kraft und Ausdauer für die Menschen, welche sich in den pflegerischen Berufen, als Ärzte oder als Freiwillige engagieren.
Wir bitten Gott um seinen Geist für alle Entscheidungsträger auf der ganzen Welt, welche im Grossen wie im Kleinen wichtige Entscheidungen zur Bewältigung dieser Krise zu fällen haben.
Guter Gott, wir bitten dich um Gesundheit und Heil für uns in der pflegimuri, in der Schweiz und für die Menschen auf der ganzen Welt. Nehmen wir all das, was uns Sorgen macht und unter dem wir persönlich leiden mit hinein ins das Gebet, das uns Jesus Christus selbst gelehrt hat und beten verbunden mit anderen das – Vater unser Vater.»

N.B. 1: Zu sehen sind Bettina Lukoschus und Andreas Zimmermann immerhin auf dem hauseigenen Fernsehkanal «tele pflegimuri», wo wie gewohnt donnerstags ihr Gottesdienst übertragen wird.

N.B. 2: Bereits heute im Wunschkonzert auf «tele pflegimuri» zu hören und zu sehen ist pflegimuri-Darling und Sänger Claudio de Bartolo (siehe goodnews von Karfreitag) via Videobotschaft.


25.4.20 | tierisch gut – zum Dritten
Fotos von Tieren sind wirksame Blickfänge. Um das Tierbild ihres Lebens zu schiessen, jetten Geneigte rund um den Globus von Fotosafari zu Fotosafari und erfreuen mit ihren Trophäen Leserinnen und Leser in digitalen und analogen Medien.
Entsprechend glücklich ist die goodnews-Redaktion über das ihr zugespielte Bild einer besonders hübschen Vertretung des äusserst seltenen pinkbrilligen Grünrüsseltiers. Selbstverständlich darf der aktuelle Aufenthaltsort von – nennen wir das Tierchen – Berta aus Artenschutzgründen nicht genannt werden. Doch immerhin haben wir erfahren, dass Berta ein wahrer Spassvogel ist, zudem wandelbar wie ein Chamäleon und ausnehmend menschenliebend. Darum wer weiss, vielleicht zeigt sich das pinkbrillige Grünrüsseltier ja mal im Pflegipark oder im Höfligarten der pflegimuri. Es gilt, wachsam zu sein und die Kamera griffbereit zu halten für eine abenteuerliche Fotosafari vor der Haustür.


24.4.20 | tierisch gut – zum Zweiten
Eine Extraportion «Jööö-Faktor» beinhalten die heutigen goodnews. «May we present»: Krümmeli und Gräueli! Die beiden Wachteln aus der Wohngruppe G2 berichten von einem erlebnisreichen Tag: «Rollstuhlfahrer und Fussgängerinnen kamen uns auf der Wohngruppe entgegen, frohe Augen schauten uns an und feine Finger streichelten uns sanft. Wir wurden beim Baden im Sand und beim Futterpicken beobachtet und am Abend wurde uns liebevoll gute Nacht gewünscht. Wir wiederum wünschen den Bewohnerinnen und Bewohnern sowie den Mitarbeitenden alles Gute, Krümmeli und Gräueli.»




23.4.20 | tierisch gut – zum Ersten
Einerseits passt dieser Titel durchaus zum gestrigen Joker-Rätsel. Denn haushoher Favorit bei der freien Abendessens-Wahl war: Fleischkäse mit Spiegelei. Die goodnews-Redaktion wünscht «e Guetä»!

«tierisch gut» bezieht sich andererseits auf ein Themenfeld, dass tatsächlich im ganzen ersten Monat Laufzeit der goodnews nie zur Sprache kam. Nämlich die frohen Botschaften von quick- oder in diesem Fall quacklebendigen, tierischen Freuden und Freunden. So frohlockt Rita Staubli nach dem Umtopfen auf Balkonien: «Im Weihnachtsstern hat mein Laubfrosch überwintert. Hab die verfrorenen, verwelkten Blätter weggenommen und bemerkte dabei ein ‘zerknittertes, grünes Blatt’. Wie ich nochmals genauer hinschaute, erkannte ich meinen Glücksfrosch aus dem letztjährigen Glücksklee. So viel Frühlingsfreude will geteilt werden – schauen und hören Sie!»


22.4.20 | Joker
Der Mensch ist, was er isst. Nicht zuletzt darum ist Kochen in den vergangenen Wochen zum neuen Yoga mutiert. Auf ausgewogene, bekömmliche Mahlzeiten wird in der pflegimuri aber nicht nur in besonderen Zeiten, sondern stets grossen Wert gelegt. Doch sind wir ehrlich: Fürs Gemüt braucht es zwischendurch eine klitzekleine Ernährungssünde wie Schoggi, Hamburger mit Pommes oder beispielsweise einen Joker. Hä?
Jürg Bischofberger, Leiter Küche pflegimuri, klärt auf: «Im Verlauf dieser und der nächsten Woche können die Bewohnerinnen und Bewohner an einem Abend ein Joker-Menü geniessen. Zur Auswahl stehen: eine ofenfrische Früchtewähe (das kann noch keine Sünde sein), Spaghetti Bolognese oder Carbonara (Mediterranes ist doch ganz gesund), Wurst-Käse-Salat garniert (da läuft einem ja das Wasser im Mund zusammen), Fleischkäse mit Spiegelei (des Direktors erste Wahl).
Weil Ratespiele offenbar auch in der goodnews-Community beliebt sind, wird erst morgen an dieser Stelle verkündet, welches Menü von den pflegimuri-Bewohnerinnen und -Bewohnern zum absoluten Top-Joker erkoren wurde.


21.4.20 | Wunschkonzert
«Das Wunschkonzert der pflegimuri ist eine tolle Sache», freut sich Ursula Leuenberger. «Jedes Mal, wenn ich mit meinem Vater facetime, läuft es im Hintergrund. Hin und wieder singen wir mit oder hören einfach nur gemeinsam zu. Das hat mich auf die Idee gebracht, selber einen Musikwunsch zu äussern: Trio Eugster «De Föhn». Damit grüsse ich von Herzen meinen Papi Robert von der Wohngruppe D. Schöne Erinnerungen sind mit diesem Titel verbunden.»

In einem weiteren Mail an goodnews@pflegimuri.ch geht es ebenfalls ums hausinterne Wunschkonzert. «Ich schreibe für meine Nachbarin, Liane G.», beginnt Petra Kleine und fährt fort: «Sie hat einen Wunsch für ihren Ehemann Wolfgang G.:
Amazing Grace von Andrea Bocelli» Petra Kleine erklärt den Musikwunsch: «Wolfgang G. war lange Jahre ein verdientes Mitglied des Männerchors Oberwil-Lieli und er hat bei einem Auftritt einen Teil dieses Liedes als Solostimme gesungen. Er wird sich sicher darüber sehr freuen. Zu guter Letzt Ihnen vielen Dank auch von meiner Seite. Ich finde das Wunschkonzert eine wunderbare Idee, die viel Freude bringen wird in diesen schwierigen Zeiten.»


20.4.20 | Skypen
Niklas, eine Schwede und Janus, ein Däne waren es, die vor fast 17 Jahren die Bildtelefonie in ein neues Zeitalter überführten. Ihrem Projekt gaben sie den Namen «Sky (Himmel) peer-to-peer (von Gleich zu Gleich)», was zu «Skyper» verkürzt wurde. Da diese Internet-Domain bereits vergriffen war, wurde einfach das «r» am Ende weggelassen und am 24. April 2003 die Domains skype.com und skype.net reserviert.
Gehörte es in Pflegeinstitutionen bisher kaum zur Kernkompetenz, ist skypen mittlerweile «state of the art». Bereits vor zwei Wochen schrieb Doris Stöckli an goodnews: «Was für eine gelungene Idee! Meinen Bruder auf der Wohngruppe F2 kann ich jetzt per Skype erreichen. Die extra eingerichtete Variante, um mit ihm zu kommunizieren, freut mich sehr. So konnte ich mich anlässlich seines Geburtstages ausführlich mit ihm unterhalten und ihn auch noch sehen. Das war wunderbar, berührend und sehr kurzweilig, DANKE!» Doris Stöckli ergänzte ihre freudigen Zeilen wie folgt: «Ein grosses Dankeschön an ALLE in der pflegimuri, die sich dafür einsetzen, dass die Bewohnerinnen und Bewohner auch in der für uns alle schwierigen Zeit mit uns verbunden bleiben. Mit grossem Respekt und bleiben Sie gesund.»
Falls Sie bisher die Hände gelassen haben von dieser Form der Kommunikation, es aber nach den heutigen goodnews einmal wagen möchten: Die Skype-Anleitung der pflegimuri hilft weiter.


19.4.20 | telegene pflegimuri
Die pflegimuri ist auch ein kleines Medienunternehmen. Demnächst erscheint die neue pflegizytig. Bereits auf Sendung ist «tele pflegimuri». Im Fernseher der meisten Bewohnerinnen und Bewohner der pflegimuri ist der Sender auf Kanal 99 programmiert. Wer ihn einschaltet, sieht in der kommenden Woche folgende Programmelemente: Turnen mit Rita Dahinden, die Wissenssendung «wikipflegia», dieses Mal mit der Bildpräsentation «Frühling an der Lorze» von Alfred Strebel, es gibt Entspannungsgeschichten mit Melanie In-Albon, den katholischen Gottesdienst mit Andreas Zimmermann oder Vorlesen mit Sandra Portmann.Die Sendungen werden laufend wiederholt. Eingeschaltet werden kann somit nach Lust und Laune.
Hinter «tele pflegimuri» stehen die Produzentinnen Melanie In-Albon (Aktivierungstherapeutin) und Sandra Portmann (Kultur und Freiwilligenarbeit), Sebastian In-Albon für Film und Schnitt sowie Irene Fleischlin (Assistentin Direktion und Verein pflegimuri) und Daniel Bryner (Leiter Empfang), sie sind für die Aufschaltung der Sendungen verantwortlich.

Last but not least blenden wir an dieser Stelle zurück, einerseits auf die Ausstrahlung des Ostergottesdienstes in «tele pflegimuri» mit Seelsorger Andreas Zimmermann, andererseits auf die Quizfrage in den gestrigen goodnews. Ganz im Sinne von «ein Bild sagt mehr als tausend Worte» hiermit die Auflösung:





18.4.20 | Blitz-Quiz
Zur Abwechslung in den goodnews und passend zum Ausklang der Osterwoche gibt es einen österlich gefärbten Blitz-Quiz.
Die Frage lautet:

Was machte Andreas Zimmermann, Seelsorger der pflegimuri, nach der Aufzeichnung des Ostergottesdienstes für «tele pflegimuri»?

A: Er schlug vor Freude einen Purzelbaum
B: Er jonglierte mit Ostereiern
C: Er riss Witze am Laufmeter

Des Rätsels Lösung und – wie schon am 16. April erwähnt – mehr zu «tele pflegimuri» gibt es morgen in den goodnews.


17.4.20 | Breaking goodnews
Obwohl ihre Bezeichnung einen etwas schalen Beigeschmack hat, sind sie dennoch ein unschlagbarer Genuss: «Mohrenköpfe» für alle Mitarbeitenden hallte es gestern Nachmittag durch die pflegimuri. Welche Freude! Auch an dieser Stelle danken wir dem grosszügigen anonymen Spender.

16.4.20 | Kleine Kostbarkeiten: Teil 3
Marco kam als Zivildienstleistender im Hausdienst mit der pflegimuri in Kontakt. So ganz nebenbei entpuppte er sich als leidenschaftlicher Pianist. Als solcher verzückt er momentan die Bewohnerinnen, Bewohner und Mitarbeitenden. Denn er gibt auf allen Wohngruppen der pflegimuri ein rund halbstündiges Hauskonzert. Das Klavier steht dann meist im Eingangsbereich der Wohngruppe, das Publikum kann die Klänge vom Zimmer oder der Stube aus geniessen. Am Samstag wird das Programm zudem auf «tele pflegimuri» ausgestrahlt. Mehr zum internen Fernsehkanal gibt es übrigens am Sonntag in den goodnews.
Die heutige frohmachende Botschaft schliesst mit einer Rückmeldung auf Marcos Künste. Pflegefachfrau Fabienne Werder berichtet: «Es war schön zu sehen, wie die Bewohnerinnen, Bewohner und Mitarbeitenden der Wohngruppe G2 dem Klavierspieler so intensiv zugehört haben. Die zum Nachdenken anregende Musik, unter anderem von Ludovico Einaudi, war sehr berührend. Von Herzen einen grossen Dank an den Klavierspieler, welcher uns für einige Minuten in eine andere Welt entführt hat.»


15.4.20 | Kleine Kostbarkeiten: Teil 2
«Nach einem Telefonat mit ihrem Sohn und der Schwiegertochter war Frau F. sichtlich ergriffen», erzählt pflegimuri-Mitarbeiterin Nicole aus der Wohngruppe  E2 und fährt fort: «Ich überlegte kurz, wie ich helfen könnte und erinnerte mich daran, dass meine Schwester meiner Tochter jede Woche eine Postkarte schickt via Post-App. Also fragte ich Frau F., ob wir ihrem Sohn und der Schwiegertochter auch eine solche Karte schicken wollen. Sie war sofort einverstanden. Nun ging die Suche los nach einem Sujet. Zusammen drapierten wir die Tulpensträusse in der Stube und machten davon ein schönes Foto. Danach sagte mir Frau F., was auf der Karte stehen soll. Schliesslich schickten wir unser Werk mit der App ab. Es vergingen ein paar Tage, bis der Anruf der Schwiegertochter kam. Sie hatte sich so gefreut und auch Frau F. hatte grosse Freude, weil die Überraschung für ihre Familie gelungen war.». Und Nicole schliesst ihre goodnews mit: «Ich werde das wieder machen und die Bewohnerinnen und Bewohner, die das möchten, gerne dabei unterstützen.»


14.4.20 | Kleine Kostbarkeiten: Teil 1
Die Corona-Pandemie fordert weltweit von den Menschen Verzicht auf Liebgewonnenes. Ein Grossteil der momentanen Bewohnerinnen und Bewohner der pflegimuri lebte in jungen Jahren entbehrungsreich. An diese Lebensphase der Bescheidenheit können sie anknüpfen und sich in diesen anspruchsvollen Tagen an den kleinen Kostbarkeiten des Alltags erfreuen. So berichtet pflegimuri-Mitarbeiterin Eva Bisegger von der Wohngruppe G2 von folgender Begebenheit: «Wie geht es Ihnen?», wurde eine Bewohnerin von einer Pflegenden nach einigen freien Tagen gefragt. «Ja, wie es halt so geht in so einer Situation. Aber wir haben hier gute Pflege und sehr feines Essen!»


13.4.20 | Es darf gelacht werden
Zum Brauchtum dieser Feiertage gehört das Osterlachen. Doch selbstverständlich soll auch darüber hinaus ausgiebig gelacht werden. Garanten für Heiterkeit im Heim sind die pflegimuri-Clowns Frieda, Berta und Marcel. Ihr Schalk macht Gemüter bei jeder Wetterlage sonnig, ihre Situationskomik verblüfft und berührt, ihre träfen Sprüche sind legendär. Um die lange Zeit bis zum nächsten pflegimuri-internen Humorfestival etwas zu verkürzen, gibt es goodnews von Frieda im Namen von Berta und Marcel, der momentan wieder in seinem angestammten Beruf als Pflegefachmann tätig ist. Frieda schreibt: «Wir vermissen euch. Wir denken an euch. Allen ganz schöne Ostertage unter dem Motto ‚bliibed gsund und gfrässig‘». Den Zeilen beigefügt ein paar Fotos: Frieda als Osterhäsin, kurz vor dem Überschlag mit der Quasi-Seifenkiste oder bei der A«klo»batik!





 

12.4.20 | Frohe Ostern! 

Immer wieder

wird Ostern.

Nur dauert der Weg

bis zum erlösenden Moment

dieses Jahr länger.

Mit ihren Namen

auf dieser Karte setzen

Bewohnerinnen und Bewohner,

Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen

der pflegimuri ein Zeichen

des Zusammenhalts und der Zuversicht.

Das aktuelle Unterwegssein

ist herausfordernd.

Doch Ostern wird.

Immer wieder.


11.4.20 | Karsamstag - Ostern naht
«Herzlichen Dank für die Zustellung der Neuigkeiten aus der pflegimuri und die schöne Karte mit den Ostergrüssen», schreibt Willi Ebner an goodnews@pflegimuri.ch und fährt fort: «Ich empfinde Ihre Informationen sehr sachlich und zielgerichtet. Und sie geben jedem Aussenstehenden eine klare Situation, über das, was bei euch drinnen so alles passiert. Dazu kann ich allen Beteiligten echt nur ein grosses Kompliment machen. Hoffentlich wird dieser grossartige Einsatz auch noch geschätzt, wenn einmal vom Corona-Virus nicht mehr so viel gesprochen wird.» Willi Ebner schliesst sein Mail mit guten Wünschen: «Allen Mitarbeitenden sowie den Bewohnerinnen und Bewohnern der pflegimuri wünsche ich frohe Ostern und viel Erfolg beim Eiertütschen. Und ein besonders lieber Gruss geht an meine Mutter Nelly im 2. Stock des pflegimuri löwen.»
Auch Heidi Orschel, freiwillige Helferin in der pflegimuri, schickt einen «herzlichen Dank für die Ostergrüsse, welche ich gerne erwidere.» Sie ergänzt: «In Gedanken bin ich ständig bei den Bewohnerinnen, Bewohnern und euch Mitarbeitenden. Ich wünsche Euch Kraft und Mut: Es chunnt scho guet!!!»

Übrigens: Die in den beiden goodnews erwähnte pflegimuri-Osterkarte 2020 ist wirklich etwas Besonderes. Doch mehr dazu wird natürlich erst am morgigen Ostertag an dieser Stelle verraten…

Den heutigen Reigen beschliesst das Mail von Ursula Leuenberger, samt Foto, das sie mitgeschickt hat: «Liebes goodnews-Team, ich wünsche allen Bewohnern, Bewohnerinnen und Mitarbeitenden der pflegimuri, ganz speziell der Wohngruppe D, frohe Ostern und eine gute Zeit. Hoffentlich bis bald.»



 

10.4.20 | Karfreitag – Hoffnung schenken
Wenn im Coiffeur-Salon der pflegimuri Hochbetrieb herrscht, die Bewohnerinnen ihre Fingernägel adrett lackieren lassen und die schönste Bluse aus dem Schrank geholt wird, ist entweder Geburtstag, Weihnachtsessen oder ein Hauskonzert mit Claudio De Bartolo angesagt. Auf der Website des smarten Barden heisst es: «Der sympathische Schweizer ist nicht nur ein Ohren- und Augenschmaus im Radio oder Fernsehen, sondern auch auf der Bühne.» Das tönt vielleicht etwas dick aufgetragen. Ist aber mitnichten so. Denn Claudio De Bartolo ist sowohl charmanter Sänger als auch musikalischer Allrounder, der in die Tasten des Klaviers, Schwyzerörgelis oder Akkordeons greift. Zwar können wir Claudio De Bartolo in Coronazeiten in der pflegimuri weder sehen noch live hören. Doch via goodnews von ihm lesen. Claudio schreibt: «Gerne wollte ich mich einfach mal melden. Ich hoffe und wünsche mir, dass ihr alle wohlauf seid! Bei mir ist soweit alles bestens – sofern man das so sagen kann. Ich bin gesund, langweile mich aber zunehmend. Die Wohnung ist bis in den letzten Winkel geputzt, der Keller aufgeräumt und der Garten parat für den Frühling. Ich höre viel Musik, gehe in meiner wunderschönen Heimat Stallikon spazieren und lerne nebenbei ein paar neue Lieder, um mein Repertoire zu erweitern. Ich hoffe und wünsche mir sehnlichst, dass wir uns bald wieder sehen und hören können. Ihr alle fehlt mir enorm! Nun wünsche ich euch allen nebst möglichst guter Gesundheit, gutes Durchhalten, einen kühlen Kopf und trotz allem: SCHÖNE OSTERN! Alles Liebe, euer Claudio De Bartolo.

Zum Abschluss der heutigen, musikalischen goodnews gibt es einen Hinweis auf den wohl grössten Kinderchor, den es je gegeben hat. Dies verbunden mit einer ganz wichtigen Botschaft: Hoffnung schenken. Die Kulturorganisation «Europa InCanto» in Rom hatte Kinder aufgefordert, Giacomo Puccinis berühmte Arie «Nessun Dorma» zu singen. Ganze 700 Kinder haben mitgemacht. Für die Kleinsten ist die Situation aktuell schwierig zu verstehen. Doch auch sie zeigen: Wir haben Hoffnung und stehen zusammen. Begleitet werden die Kinder von Musikern des EICO-Europa InCanto Orchestra.


9.4.20 | Hoher Donnerstag | Für Leib und Seele
Auch wenn das Essen aus der Küche der pflegimuri gelobt wird und reichlich ist, darf man sich grad in der aktuellen Situation schon mal eine Extrawurst gönnen.So erreichten folgende Zeilen aus der Wohngruppe Löwen 2. Stock die goodnews-Redaktion: «Im TeleM1 sah ich, wie man Sachen vom Balkon hochziehen kann mit einer Schnur. Also erzählte ich das meinem Sohn. Prompt stand er vor dem Löwen und brachte mir zum Znacht eine frisch gebratene Wurst. Ich habe die Schnur vom 2. Stock runter gelassen und er befestigte sie an einem Körbchen. Ich konnte dann das Körbchen hochziehen, mir meine Wurst rausnehmen und das Körbchen wieder runter geben. Somit konnte ich zwei Sachen auf einmal geniessen: Erstens meinen Sohn zu sehen und zu sprechen und meine Wurst, die fantastisch war. Und heute habe ich sogar eine Cremeschnitte und einen Strauss Blumen bekommen.»
Die Wohngruppe D war ebenfalls kulinarisch-kreativ. So schreibt deren Leiterin Claudia Etterli: «Jede Bewohnerin und jeder Bewohner konnte sich sein eigenes Zopf-Teilchen für den Znacht formen, verzieren und backen lassen. Fleissig wurden Brezel, Männchen, Igel, Katzen, Trauben, Zöpfe und Fabel-Tierchen hergestellt. Dazu gab es eine kalte Platte. Das Ergebnis lässig sich sehen!»

Zum Abschluss dieser wahrlich köstlichen goodnews sei nach den Leibspeisen auf die Seelennahrung verwiesen. In den vergangenen Wochen luden die Landeskirchen dazu ein, jeweils am Donnerstagabend um 20 Uhr einen Moment innezuhalten, wenn möglich eine Kerze ins Fenster zu stellen und zu beten: für alle in dieser Zeit stark geforderten Menschen, für die am Coronavirus Erkrankten oder an Covid-19 Verstorbenen und ihre Angehörigen. Heute Abend, wiederum um 20 Uhr, wird dieses Zeichen der Verbundenheit und Hoffnung unterstützt vom schweizweiten Läuten der Kirchenglocken. Im gleichen Sinn erklingen die Kirchenglocken am Ostersonntag um 10 Uhr.

 

8.4.20 | Freude bereiten - fit bleiben
Heute freuen wir uns ganz besonders über goodnews von Angela Losenegger. Sie schreibt: «Liebes Good-News-Team, erstmal möchte ich ein grosses Lob aussprechen. Eure Idee ist einfach wunderbar. Ich arbeite selbst im Sozialbereich und weiss, mit welchen Herausforderungen wir zurzeit leben dürfen/müssen.» Angela war früher ebenfalls Mitarbeiterin der pflegimuri und möchte heute die goodnews-Plattform nutzen, um als dessen Koordinatorin auf die Hilfsaktion des Turnvereins Muri aufmerksam zu machen. Das ist die Idee der sportlichen Murianerinnen und Murianer: Unser oberstes Ziel ist seit 1873, gemeinsam Sport zu treiben und gemeinsam unsere Freizeit zu gestalten. Wir treffen uns zweimal wöchentlich zum Geräteturnen an Barren, Reck, oder an den Ringen. Ebenfalls trainieren wir auch Gymnastik Kleinfeld. In der Wettkampfsaison, die üblicherweise von März bis Ende Juni reicht, sind die Trainings intensiver und die Leitenden strenger! Jedoch ist unser Trainingsbetrieb bis auf Weiteres eingestellt. Wie können wir nun fit bleiben in dieser Situation?
Für die Risikogruppe von Muri bieten wir daher folgende Unterstützung an:

  • Einkaufen
  • Medikamente besorgen
  • Spaziergang mit dem Hund
  • Telefongespräche gegen Einsamkeit

Wer also bereits etwas Ermüdungserscheinungen zeigt ob den aktuellen Herausforderungen, kann sich für obige Anliegen an den Turnverein Muri beziehungsweise direkt an Koordinatorin Angela wenden: 079 725 14 71. Denn, so schliesst Angela ihr Mail an goodnews@pflegimuri.ch: «Es liegt uns am Herzen, für die Dorfbevölkerung von Muri da zu sein.»


7.4.20 | Frei und willig und wunderbar
Alois Hüsler gehört seit 2011 zum Team der rund 80 freiwilligen Helferinnen und Helfer der pflegimuri. Im normalen Alltag sind sie eine unverzichtbare Grösse: Sei es im Besuchs- oder Fahrdienst, in der Jassgruppe, beim Vorlesen oder in der tiergestützten Therapie. Die Kontakte zu den freiwilligen Helferinnen und Helfern fehlen aktuell enorm, sowohl den Bewohnerinnen und Bewohnern der pflegimuri als auch den Mitarbeitenden. So freut das Mail von Alois ganz besonders: «Liebe Grüsse und alles Gute. Schade, dass ich im Moment nicht helfen kann. Hoffe bald wieder. Bleibt zuversichtlich und geduldig.»
Zu diesem Zeichen an die goodnews-Mailbox passen auch die Zeilen von Esther Erni. Denn eine kleine, wertvolle Freiwilliger ist nach wie vor im Spezialeinsatz: «Unser Mahlzeitendienst, der Kontakt zur Aussenwelt – ein Aufsteller! Wir können viele Menschen in der momentanen Situation mit dem Mahlzeitendienst entlasten. Die zum Teil sehr persönlichen Gespräche am Telefon berühren und bewegen mich», so die Leiterin Hotellerie der pflegimuri und Kontaktperson Mahlzeitendienst. Sie fügt an: «Ein herzliches Dankeschön an unsere freiwilligen Fahrerinnen und Fahrer. Ohne ihren unermüdlichen, engagierten Einsatz wäre diese Dienstleistung nicht möglich.»


6.4.20 | Warum in die Ferne schweifen…
Frühlingsferienbeginn. Vielleicht waren ein paar Tage im Ferienhäuschen am Comersee geplant oder Velofahren auf Mallorca oder ein Shoppingtürli nach Antwerpen. Alles Schnee von gestern. Die Frühlingsferien 2020 lassen uns gemäss Mail von Beatrice Jelk an goodnews@pflegimuri.ch bisher eher vernachlässigte Destinationen neu entdecken. Ganz nach dem Motto… Das Gute liegt so nah. 

_Sofambik
_Haustralien
_Bangladusche
_Kloronto
_Bettland
_Balkongo
_Parkistan

5.4.20 | Palmsonntag | Albert Einstein über die Liebe
Es ist umstritten, ob der «Brief an seine Tochter Lieserl» wirklich von Albert Einstein stammt. Unbestritten ist, dass es ein sehr lesenswerter Brief ist. So empfindet auch Melanie Meister, Leiterin Hausdienst und Reinigungsequipe der pflegimuri: «Ich habe letztens diesen Brief gelesen und finde ihn sehr schön und passend in dieser Zeit.»

Als ich die Relativitätstheorie vorschlug, verstanden mich nur sehr wenige Menschen und was ich Dir jetzt schreibe, wird ebenso auf Missverständnisse und Vorurteilen in der Welt stossen. Ich bitte Dich dennoch, dass Du dies, die ganze Zeit die notwendig ist, beschützt. Jahre, Jahrzehnte, bis die Gesellschaft fortgeschritten genug ist, um das, was ich Dir hier erklären werde, zu akzeptieren.Es gibt eine extrem starke Kraft, für die die Wissenschaft bisher noch keine Formel gefunden hat. Es ist eine Kraft, die alle anderen beinhaltet, sie regelt und die sogar hinter jedem Phänomen steckt, das im Universum tätig ist und noch nicht von uns identifiziert wurde. Diese universelle Kraft ist LIEBE.

Wenn die Wissenschaftler nach einer einheitlichen Theorie des Universums suchten, vergassen sie bisher diese unsichtbare und mächtigste aller Kräfte.

Liebe ist Licht, da sie denjenigen erleuchtet, der sie aussendet und empfängt. Liebe ist Schwerkraft, weil sie einige Leute dazu bringt, sich zu anderen hingezogen zu fühlen. Liebe ist Macht, weil sie das Beste, das wir haben, vermehrt und nicht zulässt, dass die Menschheit durch ihren blinden Egoismus ausgelöscht wird. Liebe zeigt und offenbart. Durch die Liebe lebt und stirbt man. Liebe ist Gott und Gott ist die Liebe.

Diese Kraft erklärt alles und gibt dem Leben einen SINN. Dies ist die Variable, die wir zu lange ignoriert haben, vielleicht, weil wir vor der Liebe Angst haben. Sie ist schliesslich die einzige Macht im Universum, die der Mensch nicht nach seinem Willen steuern kann. Um die Liebe sichtbar zu machen, habe ich eine meiner berühmtesten Gleichungen genutzt. Wenn wir anstelle von E = mc2 die Energie akzeptieren, um die Welt durch Liebe zu heilen, kann man durch die Liebe multipliziert mal Lichtgeschwindigkeit hoch Quadrat zu dem Schluss kommen, dass die Liebe die mächtigste Kraft ist, die es gibt. Denn sie hat keine Grenzen.

…Nach dem Scheitern der Menschheit in der Nutzung und Kontrolle über die anderen Kräfte des Universums, die sich gegen uns gestellt haben, ist es unerlässlich, dass wir uns von einer anderen Art von Energie ernähren. Wenn wir wollen, dass unsere Art überleben soll, wenn wir einen Sinn im Leben finden wollen, wenn wir die Welt und alle fühlenden Wesen, das sie bewohnen, retten wollen, ist die Liebe die einzige und die letzte Antwort. Vielleicht sind wir noch nicht bereit, eine Bombe der Liebe zu bauen, ein Artefakt, das mächtig genug ist, allen Hass, Selbstsucht und Gier, die den Planeten plagen, zu zerstören. Allerdings trägt jeder Einzelne in sich einen kleinen, aber leistungsstarken Generator der Liebe, dessen Energie darauf wartet, befreit zu werden.

Wenn wir lernen, liebe Lieserl, diese universelle Energie, zu geben und zu empfangen, werden wir herausfinden, dass die Liebe alles überwindet, alles transzendiert und alles kann, denn die Liebe ist die Quintessenz des Lebens. Ich bedauere zutiefst, nicht in der Lage gewesen zu sein, das auszudrücken, was mein Herz enthält: mein ganzes Leben hat es leise für Dich geschlagen. Vielleicht ist es nun zu spät, mich zu entschuldigen, aber da die Zeit relativ ist, muss ich Dir wenigstens jetzt sagen, dass ich Dich liebe und dass ich durch Dich zur letzten Antwort gekommen bin.
Dein Vater, Albert Einstein

4.4.20 | Panflötenkonzert
Heute um 16 Uhr ist Premiere des Wunschkonzerts mit Panflöte. Dieses ermöglicht der Merenschwander Panflötist Jonas Gross per Livestream. Für die weiteren Konzerte jeweils samstags um 16 Uhr können Wünsche getätigt werden. Jonas Gross hat schon mehrfach in der pflegimuri konzertiert und freut sich, dies nun auf virtuelle Art zu tun. 

 

4.4.20 | Dankbarkeit
Eva, Klara, Brigtte, Eveline, Dorothee, Pia, Bernadette, Sonja, Romina, Nino, Ursula, Priska. Sie alle sind Angehörige von Bewohnerinnen und Bewohnern der pflegimuri. Ihre und viele weitere Zeichen der Verbundenheit treffen dieser Tage in der pflegimuri und auf der goodnews-Redaktion ein. Stets versehen mit Zuspruch wie: «Danke für die guten Ideen und die konstante Information der Angehörigen durch die pflegimuri. Das gibt ein gutes Gefühl.» Dieses Dankeschön für das Vertrauen in die Mitarbeitenden der pflegimuri geben wir hiermit gerne zurück.

 

3.4.20 | Schöne Post
Auf der Wohngruppe D der pflegimuri fehlt ein Messer in der Küche beziehungsweise in der Besteckschublade. Das ist aber nicht der Beginn eines Krimis, sondern von goodnews. Das besagte Messer ist unter Einhaltung aller Vorschriften zu einem gefahrlosen Brieföffner umfunktioniert worden. Denn die Wohngruppe D, genauer gesagt deren Bewohnerin Hedy Sp., erhält täglich so viel Post, dass ein Instrument zum effizienten Öffnen der Postberge benötigt wurde. Das Wunderbare an dieser Geschichte: Hedy Sp. teilt ihr Glück mit allen, die auf der Wohngruppe D wohnen und wirken. So ist es nun fixer Bestandteil des Tagesprogramms, dass Hedy Sp., wem immer dabei sein möchte, in der guten Stube aus ihren Briefen und Karten vorliest. Diese Aktion wurde von Familie Sp. und der für Hedy Sp. zuständigen freiwilligen Helferin auf die Beine gestellt.
Schön zu wissen, dass solcherlei Verbundenheit Kreise zieht. So wurde heute von der Fachstelle «Alter und Familie» im kantonalen Departement Gesundheit und Soziales die Aktion «Schöne Post» lanciert. Der Gedanke dahinter: Bilder von Aargauer Kindern und Erwachsenen sollen den Alltag von Menschen in Pflegeheimen aufhellen. Gleichzeitig kann die Bevölkerung dem Pflegepersonal in Spitälern, Pflegeheimen und der Spitex mit einem Bild zeigen, wie dankbar sie ist.

 

3.4.20 | Trotz allem ein Happy Birthday
Geburtstag feiern in Coronazeiten? Kein Problem für Kreative. So wurde Herr Geiser., Bewohner der pflegimuri, überrascht mit Geschenken und Minnesang; im Hof inszeniert, via Fenster zum Jubilar transportiert. Ein tolles Engagement, fröhliche, berührte Gesichter bei allen Beteiligten - ein wohl wahrlich unvergesslicher 95. Geburtstag.

 

 

 

2.4.20 | Spürbare Solidarität
Die goodnews-Aktion der pflegimuri wird ganz lässig unterstützt mit einem Inserat im und vom Amtlichen Anzeiger. Danke!

 

2.4.20 | In der Kürze liegt die Würze
Weil die Beiträge zum Wochenende etwas auführlicher sein werden, gibt es heute goodnews in Kurzform mit dem Verweis auf eine Politsatire. Damit laden Hilde und Ludwig Seibert ein zum Sichtwechsel auf das aktuelle Geschehen. Darüber hinaus grüssen sie ihren Bekannten und Seelsorger der pflegimuri, Andreas Zimmermann.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger
Es ist vollbracht! Alle Parteien sind zufrieden:
Die SVP ist glücklich, dass die Grenzen geschlossen sind.
Die SP freut sich, dass 42 Mrd. ans Volk verteilt werden.
Die Grünen feiern das Erreichen der Klimaziele vom Pariser Abkommen - 30 Jahre schneller als geplant.
Die CVP begrüsst, dass die Familie wieder zusammen ist.
Die FDP ist zufrieden, dass die Banken immerzu offen sind.
Und das alles ohne Wahlen.

 

1.4.20 | Scherz beiseite – lasst die goodnews sprechen
Die Medienmeldungen zu den goodnews der pflegimuri wurden gelesen und der Aufruf ruckzuck in die Tat umgesetzt. So schreibt Lony Steiger: «Ha grad Ziitig gläse und bi begeischteret vo euere neue Idee.» Ein besonderer Gruss geht an pflegimuri-Bewohnerin Hedy N. «Liebs Hedy, dir wünsch ich e guete, frohe Tag und säge dir und allne wo da lääsid: Händs schön und bliibid gsund. Übrigens: Im Herr Wernli sis Rezäpt vom Händwäsche und Singe (siehe weiter unten) hani grad übernoo.»

Die goodnews müssen nichts mit der pflegimuri zu tun haben. Das zeigt die kleine Geschichte aus dem persönlichen Umfeld von Peter Käch: «Unsere Mutter ist bald 91, aber rüstig und selbständig. Sie wohnt in einem Block mit vier weiteren auch älteren Parteien. Alle im Haus sind in der gleichen Lage, quasi in der Zwangsisolation. Jeden Tag versuchen sie sich gegenseitig mit einer Kleinigkeit aufzuheitern. So kam ihnen die Idee, einen «Apéro» durchzuführen. Gesagt, getan. Jeder liess also vom Balkon eine Schnur herunter und daran wurde eine Überraschung gehängt. So gingen Schnüre und Körbe auf und ab mit einem kleinen Prosecco, einem kleinen Bier und selbstgemachtem Gebäck. Man freute sich und prostete einander über das Balkongeländer in gehörigem Abstand zu. Der Tag wurde zu einem guten und glücklichen Tag.»

 

31.3.20 | Tue Gutes und schreibe darüber…
…das Motto von «goodnews» hat sich auch Eddy Schambron von der Aargauer Zeitung zu Herzen genommen und einen Artikel zur Aktion und zum aktuellen Alltag in der pflegimuri verfasst. Ebenso «Der Freiämter». Dieses Mittragen freut!


31.3.20 | Von Pabst zu Papst
Weil Angehörigen aktuell der Besuch in der pflegimuri untersagt ist, wird die Vielfalt der weiteren Kommunikationsmöglichkeiten umso reger genutzt. Daran lehnt die kleine Geschichte an, die Rita Staubli-Eichholzer zu erzählen weiss: «'Dä Best' ergab sich kurz bevor die pflegimuri abgeriegelt wurde: Ich 'müedete' schon eine Woche um bildliche Telefonie, weil wir - der Angehörige und ich - vor Jahren die 14-tägige Sars-Quarantäne erlebt hatten. Ich hatte der Leitung der pflegimuri offeriert, dass ich Radio Pabst privat beauftragen würde, bildliche Telefonie einzurichten.
Nun sassen wir also im Restaurant benedikt und der Seelsorger setzte sich in gebührendem Abstand zu uns. Just da kam der Herr Direktor auf uns zu und meinte zu mir: 'Sie müend denn ned im Pabst brichte!' Ich reagierte prompt: 'Ne nei, mer bättid dä scho selber!' Erst im Nachhinein wurde mir bewusst, dass Herr Direktor nicht den Papst in Rom gemeint hatte, sondern 'Radio Pabst in Muri.»


30.3.20 | Dä Schoggichueche vom Schatz
«Gerade in dieser Zeit braucht es Momente, um dem grauen Alltag zu entfliehen.» Mit diesen Worten wendet sich heute Jürg Bischofberger, Leiter Küche der pflegimuri, an die Bewohnerinnen und Bewohner. Weiter schreibt er: «Geniessen Sie darum diesen feinen Schoggikuchen bei einer Tasse aromatischen Kaffees...Sie wissen ja, Schoggi schüttet bekanntlich Glückshormone aus.» Den duftenden Grüssen aus der pflegimuri-Chuchi fügt Jürg Bischofberger im Nachsatz an: Vor Jahren wurde dieser Schoggikuchen als Bester seiner Art in der Schweiz ausgezeichnet und verrät ganz nach dem Motto «Liebe geht durch den Magen»: «S`Rezäpt esch vomene alte Schatz vom Chuchichef.»
N.B.: Weil Süsses aus der Küche der pflegimuri so beliebt ist, liefert der Mahlzeitendienst der pflegimuri ab heute seinen Kundinnen und Kunden neu täglich ein Dessert.

29.3.20 | Mehr Motivierendes
«Hallo ihr wunderbaren Engel!», schreiben Doris Wyss und Roby Meyer an die pflegimuri-goodnews. «Dass ihr rund um die Uhr für Dädi Paul W. da seid, ihn pflegt und ihn liebevoll umsorgt, ist nicht selbstverständlich. Ganz herzlichen Dank für euer Dasein! Wir wünschen euch viel Kraft, schaut auch zu euch selber und sorgt dafür, dass noch ein Quäntchen Zeit für eure Angehörigen bleibt!

Silvia Nobel grüsst via goodnews ihre Mutter Hedy und wünscht: «Bleib gesund!». Auch Sie bedankt sich beim Pflegepersonal. 

29.3.20 | Grüsse ans Grosi
«Ich denke viel an dich und hoffe, du bist wohlauf!», schreibt Daniel Wipf via goodnews@pflegimuri.ch an sein Grosi Louise St., Bewohnerin der pflegimuri, und fährt fort: «Lieber Gruess und schau guet zu dir.» PS an das ganze Personal: Respekt vor eurer Arbeit, eurer Kraft und Geduld!

28.3.20 | Gottesdienste aus Aargauer Kirchen
Gottesdienstübertragungen am Radio oder Fernsehen sind nichts Neues. Gottesdienstübertragungen aus Aargauer Kirchen auf dem lokalen Fernsehsender TeleM1 aber schon. Die halbstündigen reformierten und römisch-katholischen Gottesdienste werden gefeiert wie gewohnt, jedoch ohne Kirchenbesucherinnen und -besucher. Gemeinschaft wird über das gemeinsame Fernsehen geschaffen. Bis auf Weiteres, jeweils sonntags, 10 Uhr auf TeleM1

27.3.20 | Der virtuelle Kulturausflug ins Opernhaus Zürich
«Lächle immer und sei immer fröhlich, immer zufrieden, egal was passiert, lächle trotz deiner Sorgen und tausend Schmerzen», singt Prinz Sou-Chong und etabliert so den melancholischen Grundton von «Das Land des Lächelns». Für die Neuproduktion dieser traurig-schönen Operette von Franz Léhar kehrte Weltklasse-Tenor Piotr Beczala als Sou-Chong an das Opernhaus Zürich zurück. Er hat eine gleichberechtigte Partnerin in Julia Kleiter, die die Rolle der Lisa spielt. Fabio Luisi und Andreas Homoki zeichnen für diese Produktion verantwortlich und gehen mit der Sorgfalt vor, nach der das Genre der Operette verlangt. Andreas Homoki verlegt die Handlung in ein Pariser Variété-Theater aus den 1920er-Jahren mit Show-Treppe und schweren Vorhängen.
Dieser virtuelle Kulturausflug ins Opernhaus Zürich ist von Freitag, 27. März 18 Uhr bis Sonntag, 29. März, 24 Uhr verfügbar via www.opernhaus.ch

26.3.20 | Waschen wie Wernli
«Ich singe seit neuestem beim Händewaschen oder Händedesinfizieren immer zwei Mal ein Happy Birthday», schreibt Direktor Thomas Wernli in der März-Lohnpost an die Mitarbeitenden der pflegimuri und fährt fort: «Das garantiert die perfekte Händehygiene in 30 Sekunden.» Schliesslich fügt er an: «Happy Birthday kann laut, leise oder in Gedanken gesungen werden, je nach Stimmung»!


25.3.20 | #dieschweizsagtDANKE

Am Freitag, 20. März um exakt 12.30 Uhr traten erstmals in der Schweiz viele Menschen an ihr Fenster, auf ihren Balkon oder die Terrasse und applaudierten 60 Sekunden lang. Dieser Applaus galt all jenen Menschen die zurzeit Grossartiges leisten. So auch allen Mitarbeitenden der pflegimuri, die professionell, mit Umsicht, Fürsorge, Kreativität und einer gesunden Prise Humor den anspruchsvollen Alltag meistern. Weiter so!


24.3.20 | Orangen, Wienerli, Tulpen
Sie wären zum Verteilen während der Basler Fasnacht, zum Geniessen beim Autosalon oder zum Schmuck von Grossanlässen gedacht gewesen: Nun erhalten soziale Institutionen wie die pflegimuri zu Sonderkonditionen oder sogar als Geschenk Lebensmittel oder Blumen, damit diese nicht verderben, sondern Freude bereiten.