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können Mitarbeitende der pflegimuri, Bewohnerinnen, Bewohner, Angehörige und gerne auch Sie gute Nachrichten schicken. Diese Botschaften müssen nichts Grossartiges beschreiben. Vielmehr sollen es erhellende Kleinigkeiten sein: eine lustige Begebenheit, ein flotter Spruch, ein frohes Gedicht, eine schöne Adventsidee. Die goodnews werden vom 1. Advent bis zum Dreikönigstag als Zeichen der Ermutigung, Zuversicht und des Zusammenhalts sowohl pflegimuri-intern als auch auf dieser Website publiziert.

6.1.: Königlich

Landauf, landab wird heute in feine Dreikönigskuchen gebissen. Dies in der Hoffnung, dass sich im eigenen Kuchenstück der kleine Kunststoffkönig, die kleine Königin versteckt hat. Zwar gehören zu den offiziellen Insignien von Königinnen und Königen die Krone, das Zepter und der Reichsapfel. Doch wo kämen wir hin, höckelten gekrönte Häupter bei offiziellen Anlässen lediglich auf einem simplen Schemmel und nicht auf einem schmucken Thron?
Von einer ebenso besonderen Sitzgelegenheit handelt die heutige Geschichte. Mit ihr beschliessen wir die aktuelle Staffel der goodnews. Dies verbunden mit einem herzlichen Dankeschön an alle goodnews-Mitschreibenden und -Lesenden.

«Seit dem Frühling haben wir an diesem Bänkli gearbeitet», erzählt Lucia Steiner vom Aktivierungsteam der pflegimuri, mit Blick aufs obige Foto. «Zuerst haben wir es auseinander geschraubt, dann alles geschliffen, grundiert, bemalt und schliesslich wieder zusammengesetzt. Wir sind in kleinen aber stetigen Schritten vorangekommen. Die Bank war ja nicht unsere Hauptarbeit, sondern eine Aktivität unter anderen. Zum Glück konnten wir uns bei Fragen auch immer wieder an Ruedi den Schreiner wenden. Es haben verschiedene Bewohner und Bewohnerinnen daran gearbeitet, vor allem aber hat Herr B. (im Bild) die Arbeit von A bis Z mitgemacht. Das Bänkli wird zu gegebener Zeit mit einem Apéro eingeweiht und steht ab nächstem Frühling auf dem Sitzplatz der Wohngruppe B.»

5.1.: Dranne bliibe

Bevor die goodnews zum morgigen Dreikönigstag ausklingen, schwelgen wir heute nochmals etwas in den Erinnerungen.

Rückblende
Am 18. Mai 2020, also während der ersten Staffel, fand diese Jungbrunnen-Geschichte Eingang in die goodnews: «Da ich meine 6.-Klässlerinnen und 6.-Klässler zwei Monate nicht gesehen habe, war die Wiedersehensfreude riesig. Wir sind vom Kanton davon befreit, Prüfungen durchzuboxen und da die Übertrittsentscheide schon gefällt sind, durfte ich vor einer Woche meine Kids zu acht eher aussergewöhnlichen letzten Schulwochen begrüssen», schreibt Isabel Waldmeier, Lehrerin der 6b in Erlinsbach, der goodnews-Redaktion und erzählt weiter. «Diese sollen nämlich unter dem Motto ‘was können wir Gutes tun’ stattfinden. Einstieg in dieses Thema fanden wir - und hier kommt die pflegimuri ins Spiel - mit einem kleinen Recherche-Auftrag auf eurer Website. Wir tauschten die lustigsten, spannendsten, schönsten News aus. Anschliessend durften die Kinder selber erzählen, wo und was sie schon für gute Taten gemacht hatten.
Am 25. Mai werden wir den ‘Tag der guten Tat’ feiern, eine Woche lang wichteln innerhalb der Klasse. Unauffällig jemandem helfen, vielleicht auch nur ein nettes Wort, ein Kompliment oder die Türe aufhalten. Es sind die Kleinigkeiten, die uns allen so gut tun - gerade in einer eher schwierigen Zeit wie dieser. Das Ganze möchte ich dann noch vergrössern. Die kantonale Aktion ‘Schöne Post’ hat mich inspiriert, unserem örtlichen Altersheim Briefe zu schicken - ich bin schon sehr auf die Werke meiner Schülerinnen und Schüler gespannt!
Mit diesen und hoffentlich noch vielen anderen guten Ideen will ich den Schülerinnen und Schülern einen unvergesslichen Schulabschluss der Primarschule mit auf ihren Lebensweg geben. Ich hoffe, dass wir damit auch anderen Menschen ein Lächeln zaubern können und wer weiss, vielleicht entsteht ja eine Freundschaft, eine schöne Begegnung…Wir lassen uns überraschen!»

Zurück im 2021
Natürlich nahm es die goodnews schampar wunder, was aus so viel Goodwill erwachsen durfte. Leider gelang es partout nicht, Lehrerin Isabel Waldmeier zu erreichen. Vielleicht ein Zeichen dafür, «dranne zbliibe», um irgendwann in einer dritten Runde «goodnews» von den Erlinsbacher Schülerinnen und Schülern berichten zu können? Wer weiss. Für heute gilt es ja eh, das gestrige Quiz aufzulösen. Dies mit den Zeilen und dem Schnappschuss von pflegimuri-Küchenchef Jürg Bischofberger:

«Das Käsesoufflée hat fast den Ofen gesprengt! Schade nur, dass die Soufflées jeweils in sich zusammen stürzen, bevor sie beim Gast sind»…(tröstlich zu wissen, dass das auch den Profis so ergeht)

4.1.: Sone Chäs

Auch dieser Spruch ist ein Image-Kampagne-Sujet, dass vor allem die Küchencrew der pflegimuri zu widerlegen weiss.

An Heilig Abend etwa mit folgendem Menü:
Peterliwurzsuppe mit Kürbiskernöl
Kalbsfilet-Médaillon an Morchelsauce
Butternüdeli und Pro Spezie Rara Gemüse
«Schwarzwaldertorte im Gläsli»…auf unsere Art

oder an Silvester mit:
Kraftbrühe mit Eierstich und Sherry
Kalbsgeschetzeltes an Kräutersauce
Kartoffelgratin, Bohnenbündeli und Vichyrüebli
Charlotte Royal im Gläsli

Dass für Menschen mit speziellen Ernährungsbedürfnissen stets Alternativen angeboten werden, versteht sich von selbst.

Das jüngste Mail von Küchenchef Jürg Bischofberger an die goodnews ermunterte diese gleich zu einem kleinen Quiz. Heute raten, morgen folgt die Antwort auf die Frage: Was kreierte das Küchenteam der pflegimuri aus folgenden Zutaten?

8 Kilo Käsemischung
240 Eigelb
240 Eiweiss
15 Liter Milch
3 Kilo Butter
3 Kilo Mehl
Muskat
Salz und Pfeffer

(Warnung an alle Versuchsfreudigen: Die Mengenangaben gelten für 200 Personen)

3.1.: Zeig uns, was du kannst

Brigitte Gysin, Gerontologin und Leiterin Aktivierung der pflegimuri sowie Dozentin an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (zhaw), ist immer wieder Brückenbauerin, wenn es darum geht, Ergotherapie-Studierende der zhaw eine Praxispartnerschaft zu ermöglichen. In den letzten Jahren kamen dadurch unter anderem der Fotokurs «Mein Leben in der pflegimuri» oder «pflegimuri macht Landart» zustande.
Das jüngste Projekt der Studentinnen Lara, Leila und Susanne hiess «Zeig uns was du kannst». Im Konzept dazu steht: «Während des Unterrichts im 2. Semester des Studiums der Ergotherapie haben wir gelernt, dass es für ältere Menschen sehr wichtig ist, Betätigungen von früher auszuführen oder auch darüber zu sprechen. Die Ausübung bedeutungsvoller Betätigung beeinflusst die Selbstwirksamkeit und wirkt sich positiv auf das persönliche Wohlbefinden aus. Deshalb führen wir im 3. Semester unseres Studiums eine Projektwerkstatt mit folgendem Ziel durch: Ältere Menschen zeigen uns werdenden Ergotherapeutinnen, was sie von früher noch kennen und können.»

Und so spürte das Trio in der pflegimuri Frauen und Männer auf, die von ihren Strickkünsten, ihren Astronomiekenntnissen oder ihrem Wissen über die Klosterkirche Muri erzählten. Die Studentinnen hielten alles in Videos fest, um diese auf dem pflegimuri-internen Fernsehkanal «tele pflegimuri» (oben im Bild tele-pflegimuri-Direktorin Sandra Portmann) ausstrahlen zu können. Weil das Projekt coronabedingt zwar vor dem Zieleinlauf abgebrochen werden musste, drehten Lara, Leila und Susanne den Spiess kurzerhand um und realisierten Videos für tele pflegimuri über ihre Talente. «Zudem haben sie Anleitungen zum Thema ‘Filme für tele pflegimuri erstellen’ und ‘Socken stricken’ gemacht. Diese Zusatzaufwendungen finde ich bemerkenswert», so Brigitte Gysin. Die goodnews sind ganz ihrer Meinung und last but not least erbringt diese kleine Geschichte einmal mehr den Tatbeweis für eines der Image-Sujets der pflegimuri:

2.1.: Eine Frage des Charakters

Vielleicht haben Sie schon Zeit gefunden, das Porträt über Pflegefachfrau Elsbeth Leutwiler zu lesen, auf das in den gestrigen goodnews verwiesen wurde. Und vielleicht haben Sie sich dabei gefragt, welches Ihre Kraftquellen sind in Extremsituationen.
«Was sind Ihre Stärken?», will auch das Forschungsteam der Fachrichtung Persönlichkeitspsychologie und Diagnostik am Psychologischen Institut der Universität Zürich wissen und erklärt: «Positive Psychologie beschäftigt sich seit mehr als zwanzig Jahren mit der wissenschaftlichen Beschreibung von Glücksempfinden, Charakterstärken und dem guten Leben. Auf diesem Portal haben Sie die Möglichkeit, eine Auswahl der zentralen Fragebogen selbst auszufüllen und somit mehr über sich, Ihre Person sowie Ihre Stärken zu lernen. Darüber hinaus können Sie viele weitere wissenschaftlich fundierte Fragebogen ausfüllen, um mehr über Ihren Sinn für Humor (eine Stärke von pflegimuri-Direktor Thomas Wernli, wie der obige Schnappschuss aus dem Jahr 2019 beweist), Ihr Temperament sowie Ihr Arbeitserleben zu erfahren.» Mit dem Ausfüllen der Fragebogen wird die aktuelle Forschung der erwähnten Fachrichtung unterstützt. Das Ausfüllen ist kostenlos, die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben oder für kommerzielle Zwecke genutzt. «Nehmen Sie teil und entdecken Sie Ihre Charakterstärken!», heisst es auf charakterstaerken.org zu guter Letzt. Die goodnew-Redaktion findet: Das ist doch ein toller Zeitvertreib zum Berchtoldstag, oder je nach Dialekt auch Bächtelistag, Berchtelistag, Bertelistag, Bärzelistag oder Bechtle genannt…und zur Nachschärfung der guten Vorsätze.

1.1.2021: Es guets Neuis

Willkommen im und viel Gutes auf dem Weg durchs 2021!

Ja, in guten wie in kräftezehrenden Zeiten kommunizierende Organisation zu sein, diesem Anspruch versucht die pflegimuri gegenüber Bewohnerinnen, Bewohnern, Angehörigen, Mitarbeitenden und der Öffentlichkeit stets gerecht zu werden.
Darum hat auch Elsbeth Leutwiler – sie ist seit rund 30 Jahren als diplomierte Pflegefachfrau tätig – zugesagt, als ein Journalist eine Gesprächspartnerin suchte, die erzählen konnte, wie sich der Berufsalltag gestaltet, wenn von einem Tag auf den anderen SARS-CoV-2 den Takt angibt.
Das eindrückliche, ehrliche Porträt einer patenten Fachkraft findet sich in der aktuellen Ausgabe der Aargauer Zeitung.

31.12.: Sternstunden

Mit dem letzten Tag im Jahr wird auch die letzte goodnews-Woche eingeläutet. Bis zum 6. Januar gilt es noch ein paar Schätze aus dem Fundus zu heben: Die kommenden Geschichten handeln von Charakterstärken, patenten Pflegefachfrauen, einer bunten Bank, Lismli-Talenten und acht Kilo Käse. Für Unterhaltung ist also gesorgt.
Zu Silvester bleiben wir beim gestern begonnenen Thema «Sterne» und wünschen damit allen goodnews-Lesenden einen friedlichen Ausklang des 2020 und einen zuversichtlichen Start ins neue Jahr.

Sterne
Ich wünsche dir einen Himmel voller Sterne!
Sterne, die glänzen, wenn du glücklich bist.
Sterne, die dir den Weg zeigen, wenn du nicht mehr weiter weisst.
Sterne, die dir leuchten, wenn es dunkel ist.
Sterne, nach denen du greifen kannst, wenn du fröhlich bist.
Sterne, die Menschen dir holen, um dich zu erfreuen.
Sterne, die aus dir strahlen, wenn du zu anderen gut bist.
Ich wünsche dir einen Himmel voller Sterne –
heute und an jedem Tag im neuen Jahr.

30.12.: Geduld bringt Rosen

Zum Jahreswechsel hat es Hochkonjunktur: das Horoskop. Eigentlich liest es ja niemand und trotzdem wissen alle, wie und wann uns die 45 Zyklen von der Sonne bis zum Pluto mehr oder weniger beeinflussen werden. So prophezeit beispielsweise die 82-jährige Elizabeth Teissier, einst Model und Schauspielerin, promovierte Soziologin und vor allem bekannt als Star-Astrologin, in der aktuellen Schweizer Illustrierten: «Global gesehen wird 2021 ein weiteres Jahr der Prüfungen.» Weil bei solcherlei Aussichten bekanntlich die Kraft in der Ruhe liegt, sei in den heutigen goodnews Rainer Maria Rilke zitiert:

Über die Geduld

Man muss den Dingen
die eigene, stille
ungestörte Entwicklung lassen,
die tief von innen kommt
und durch nichts gedrängt
oder beschleunigt werden kann,
alles ist ausgetragen – und
dann gebären…

Reifen wie der Baum,
der seine Säfte nicht drängt
und getrost in den Stürmen des Frühlings steht,
ohne Angst,
dass dahinter kein Sommer
kommen könnte.

Er kommt doch!

Aber er kommt nur zu den Geduldigen,
die da sind, als ob die Ewigkeit
vor ihnen läge,
so sorglos, still und weit…

Man muss Geduld haben.

Mit dem Ungelösten im Herzen,
und versuchen, die Fragen selber lieb zu haben,
wie verschlossene Stuben,
und wie Bücher, die in einer sehr fremden Sprache
geschrieben sind.

Es handelt sich darum, alles zu leben.
Wenn man die Fragen lebt, lebt man vielleicht allmählich
ohne es zu merken,,
eines fremdes Tages
in die Antworten hinein.

29.12.: Zäme semmer starch

Kurz vor Weihnachten erhielten die Mitarbeitenden der pflegimuri Post von der Geschäftsleitung. Von Hand unterschrieben von Thomas, Sabine, Esther, Guido und Monika. In der pflegimuri sind alle per Du. Im Brief stand: «Die Mitglieder der Geschäftsleitung sind sehr beeindruckt, wie zuversichtlich, engagiert und flexibel die Mitarbeitenden der pflegimuri arbeiten. Die Bereitschaft, für Eure Kolleginnen und Kollegen einzuspringen und zwar bereichsübergreifend, ist grossartig. Die Bewohnerinnen und Bewohner können sich in dieser schwierigen Zeit immer auf Euch verlassen, sei dies dank umsichtiger und achtsamer Pflege- und Betreuungsangebote und dank guten, kundenorientierten Dienstleistungen der Teams aus Küche, dem Hausdienst, dem benedikt, der Wäscherei, Bau+Technik oder der Administration. Ihr könnt stolz sein auf Euch und auf Eure Leistung.»
Die netten Worte wurden zusätzlich aufgehübscht (Sie verstehen schon) und werden sich bestimmt motivierend auf die wohl nicht minder herausfordernden, kommenden Wochen und Monate auswirken.
Im Brief stand auch: «Corona hat und irgendwie zusammengebracht.» Eine schöne Bestätigung dieser Aussage ist das unten abgebildete Plakat, das auf Initiative der Mitarbeitenden seit wenigen Tagen im Bäckergang der pflegimuri platziert ist und laufend von mehr Unterschriften geschmückt wird.

Ein paar Tage später…

28.12.: Eine Frage des guten Geschmacks

Das Coronavirus hält die pflegimuri auf Trab und macht den Alltag für alle Beteiligten hochgradig anspruchsvoll. Darum wird in den goodnews ganz bewusst auf heile Welt gemacht, um den Lesenden eine kleine Verschnaufpause im Strudel der herausfordernden Nachrichten zu schenken. «Mir helfen mein Optimismus und Humor», antwortete pflegimuri-Direktor Thomas Wernli in einem seiner ersten Interviews auf die Frage nach seiner Bewältigungsstrategie in Bezug auf die aussergewöhnlichen Umstände.
Bei aller Ernsthaftigkeit eine durchaus witzige Komponente hat auch die momentane Beschriftung des Parkplatzes des Spitals Muri (Foto oben). Oder jenes Merkblatt, das neulich via Branchenverband in die pflegimuri flatterte. Darin stand unter anderem: «Die Angehörigen bestätigen, dass sie nicht unter Geschmacklosigkeit leiden.»
Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten. Aber das lassen wir im Austausch mit den Angehörigen der Bewohnerinnen und Bewohner der pflegimuri gerne bleiben. Entsprechend wurde aus der «Geschmacklosigkeit» im pflegimuri-Merkblatt «Geschmacksverlust».
Auch wenn dieser eine häufige Begleiterscheinung von SARS-CoV-2-Infiszierten ist, leiden die aktuell in der pflegimuri Erkrankten offenbar nicht darunter. Zwar ist die Stimmung auf den beiden betroffenen Wohngruppen etwas angespannt. Um der Trübsal den Garaus zu machen, meldeten sie sich beim Küchenteam der pflegimuri und bestellten Spaghetti Carbonara beziehungsweise Schnitzel mit Pommes. Gestern notierte Sabine Frey, Leiterin Geriatrie der pflegimuri, in ihrem Pikettbericht: «Alle Bewohner haben das Wunschnachtessen sehr genossen. Super, ist die Küche so flexibel, ich habe ihnen ein grosses Dankeschön ausgesprochen.»

So agil wie nach innen ist die pflegimuri-Küchencrew auch nach aussen. Das am 8. Dezember in den goodnews erwähnte benemobil am Südklosterrain ist bereits nicht mehr aus der Murianer Take-away-Szene wegzudenken und diese Woche wiederum von Montag bis Samstag jeweils vom 11.30 bis 13 Uhr offen – selbstverständlich mit schmackhaftem Angebot! (Ab benemobil gibt es das Menü 1 und das Vegi)

27.12.: Ordnung im Fadenchörbli

Ach herjee, wie die Zeit vergeht. Nur noch zehn Tage, dann klingt die aktuelle Staffel der goodnews bereits wieder aus. Darum, und weil dies doch gegen Ende Jahr irgendwie dazu gehört, wollen wir langsam aber sicher Ordnung machen im Fadenchörbli und darauf bedacht sein, dass bis zum Dreikönigstag alle angefangenen Geschichten auch schön zu Ende erzählt sind.
Scollen wir also zurück zum 3. Dezember. An diesem Tag wurde in den goodnews von der weltweiten Tanzaktion «Jerusalema» berichtet. Dies aufgrund eines Artikels im Pfarrblatt Horizonte, das «Jerusalema» im Aargau unter die Tanzfreudigen bringen wollte. Im geschäftigen Dezember natürlich kein einfaches Unterfangen. Umso mehr nahm es die goodnews-Redaktion wunder, ob die Idee dennoch Fuss fassen konnte. Die Antwort darauf – und gleichzeitig die Möglichkeit, nach den geruhsamen Festtagen wieder etwas in Schwung zu kommen – gibt es hier.

26.12.: Zum zweiten Weihnachtstag

Der Wunsch nach Unsterblichkeit ist mittlerweile «big business». Es gibt weltweit unzählige Forscherinnen und Forscher, die überzeugt davon sind, den Schlüssel zum ewigen Leben bald gefunden zu haben. Warten wir mal ab, trinken Tee und lesen dazu jene Geschichte, die Beatrice Jelk, freiwillige Mitarbeiterin der pflegimuri, an die goodnews geschickt und dazu geschrieben hat. «Mit dieser Geschichte möchte ich allen Bewohnerinnen und Bewohnern sowie dem pflegimuri-Team ein schönes Weihnachtsfest wünschen. Gemeinsam werden wir diese spezielle Zeit überwinden.»
Die Erzählung von Beatrice Jelk lehnt an die bekannte Weihnachtsgeschichte an, wählt jedoch eine andere Optik. Für einmal verraten wir den Schluss der Erzählung im Wissen, dass es sich lohnt, die Geschichte von Anfang an zu lesen.
«2049 Jahre, nein so etwas aber auch! Manchmal konnte Josef seine Geschichte selber kaum glauben. Aber das machte ihm nichts aus, kein bisschen. Viele unsterbliche Geschichten sind nämlich so wahr, dass sie gar nicht unbedingt zu geschehen brauchen. »

25.12.: Frohe Weihnachten

Die Weihnachtsfeiern der pflegimuri sind stets ein unvergessliches Erlebnis. Da sitzen im beeindruckenden Festsaal von Muri freudestrahlende Bewohnerinnen und Bewohner aus verschiedenen Wohngruppen zusammen mit ihren Angehörigen an langen Tafeln, die vom Aktivierungsteam weihnächtlich geschmückt wurden. Der Direktor der pflegimuri blickt in seiner launigen Rede auf das vergangene Jahr zurück, eine Vertretung der Seelsorge spricht Segensworte, das Bläserquartett «Brass4fun» umrahmt das Geschehen musikalisch. Dann hat das Küchenteam – fast wie auf dem Traumschiff – seinen Auftritt. Im Backoffice erhält das schick in schwarz-weiss gekleidete pflegimuri-Kader von der Leiterin des Restaurants benedikt letzte Anweisungen zum Service-Einsatz und schon werden die wunderbar angerichteten Teller voller Köstlichkeit in einer beachtlichem Parade aufgetragen. Selbstverständlich gibt es auch ein Krippenspiel, dessen Engel im Anschluss an den Auftritt durch die Gästereihen flattern und ein himmlisches Mitbringsel verteilen. Das alles ist so schön, dass man schon beim «Oh du Fröhliche»-Singen und nicht erst bei «Stille Nacht» eine Träne verdrücken könnte.

Heuer finden die Weihnachtsfeiern nicht im Festsaal, sondern auf den elf Wohngruppen der pflegimuri statt. Und das Krippenspiel kommt via goodnews aus der reformierten Kirchgemeinde Muri-Sins.

Sollten es nicht schon alle im «Chlostergeischt» der Zeitung «Der Freiämter» gelesen haben, hiermit noch dies: Im Krippenfilm kommt ein selbstgebasteltes Kamel zum Einsatz. Für den Dreh wurde das Pappkamel in Lebensgrösse offenbar in einer Nacht-und-Nebel-Aktion von Pfarrer Hansueli Hauenstein mit dem Velo von Sins nach Muri transportiert. Zumal die goodnews-Redaktion schon einmal auf der Autobahn ein echtes Pony, das in einen ganz normalen PW gepfercht war, überholte (zwei Mal, um sicherzugehen, dass das keine optische Täuschung war), kann sie gut nachvollziehen, wie erstaunt die Autofahrer gewesen sein müssen, die den radelnden Herrn Pfarrer mit dem Kamel im Schlepptau gesehen haben.

24.12.: Der Stern von Muri

Bis 2010 stand im Pflegipark ein prächtiger Mammutbaum. In der festlichen Jahreszeit war er lichtgeschmückt und erstrahlte weit herum sichtbar. Dann brauste eines Tages ein Sturm übers Land und brachte den stolzen Baum zu Fall. Dem Stamm erwuchsen darauf viele kleine Sternchen und ein fast mannshoher Holzstern.

Seit acht Jahren schmückt dieser grosse Holzstern die Weihnachtskarte der pflegimuri. Fürs Foto zur Karte lässt sich der Holzstern jedes Jahr vor anderer Kulisse ablichten: Zum Beispiel auf der Bühne des Murianer Osterspiels, auf Besuch in luftiger Höhe beim Trompetenengel der Klosterkirche, zusammen mit Kindern auf dem Spielplatz «Wildi Wichtel» im Pflegipark, als cooles Mitglied einer Band, die bei Musig im Pflegidach auftrat oder als LandArt-Künstler.
Einmal büxte der Holzstern sogar ins Sörikertobel aus. Welch ein Krampf für das Team von Bau+Technik der pflegimuri, ihn einzufangen und von dort wieder zurückzuholen. Um eben diesen starken Männern heuer eine Verschnaufpause zu gönnen, entschied sich der Holzstern für dies.

23.12.: Ein Engel, der deinen Namen kennt

In den heutigen goodnews stimmen wir uns auf Heilig Abend und Weihnachten ein. Wir tun so, als wären wir unmittelbar bei einer der Adventsfeiern dabei, die der pflegimuri-Seelsorger – selbstverständlich coronakonform – auf den Wohngruppen gestalten darf. Andreas Zimmermann berichtet:

Ich habe einen CD-Player dabei, ab dem ich weihnächtliche Panflötenmusik abspiele. Dann schenke ich jedem Bewohner, jeder Bewohnerin einen glitzernden Zier-Weihnachtsbaum, an welchem ein kleiner Zettel befestigt ist, auf dem steht:

Weihnachten heisst: Gott wird Mensch, auch in Dir!
Gesundheit, Freude und in allem Gottes Segen
wünschen Andreas Zimmermann und Bettina Lukoschus, Seelsorge

Nach der ersten Panflötenmusik erzähle ich die Geschichte vom Weihnachtsbaum. Nach der zweiten Musik komme ich mit den Bewohnerinnen und Bewohnern ins Gespräch, wie sie früher Advent und Weihnachten erlebt haben. Nach einem weiteren Musikstück lese ich abschliessend den Engelstext:

Ich wünsche Dir für diesen Advent
einen Engel, der deinen Namen kennt.
Einen Engel, der schützend hinter dir steht
und dich hält, wenn der Winterwind stärker weht.

Einen Engel, der deine Welt heller macht
und der über dich und dein Leben wacht.
Einen Engel, der deine Träume versteht
und der schützend an deiner Seite steht.

Einen Engel, der dir Mut und Freude bringt
und der leise für dich ein Weihnachtslied singt.
Einen Engel, der merkt, wenn du müde bist,
der aufpasst, dass du dich selbst nicht vergisst.

Einen Engel, der dir Zeit zum Ausruhen schenkt,
der weiss, was dir gut tut und der an dich denkt.
Ich wünsche dir für diesen Advent
einen Engel, der deinen Namen kennt.

22.12.: Witziges vor Weihnachten

Wie in den goodnews vom 18. Dezember angekündigt, kommt nochmals pflegimuri-Bewohner Herr D. (im Bild) zu Wort, der stets einen flotten Spruch oder guten Witz auf Lager hat:

Zwei Jungs prahlten. Der erste Bub sagte: «Mein Vater ist der Stärkste!» Der zweite Junge befand: «Mein Bruder ist jünger und viel stärker!» Darauf sagte ein kleines Mädchen, das den beiden zugehört hatte: «Meine Grossmutter ist viel stärker, sie kann ihre Zähne in einem Ruck rausreissen!»

Auf der Post war ein Brief, adressiert an das Christkind, welcher zum Steueramt weiter geleitet wurde. Im Brief stand: «Liebes Christkind, ich wünsche mir 120 Franken zu Weihnachten, um meinen Eltern ein Geschenk machen zu können.» Der Chef des Steueramts fand, dass dem Mädchen geholfen werden sollte. Also organisierte er eine Geldspende-Aktion. Er sammelte zwar nur 80 Franken, liess diese aber trotzdem dem Mädchen zukommen.
Prompt kam wieder ein Brief. Darin stand: «Liebes Christkind, ich danke dir für das Geld. Aber ich bitte dich, das nächste Mal nicht über das Steueramt zu gehen. Diese Gauner haben 40 Franken abgezogen.»

21.12.: Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett

«Seit zehn Jahren lese ich in der pflegimuri vor. Jedes Mal freue ich mich darauf. Die Lesungen sind geprägt von Geschichten, Erlebnissen, Lachen und Fröhlichkeit», schreibt Rosmarie Käch den goodnews. Sie ist eine der vielen wertvollen freiwilligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der pflegimuri, die sich beispielsweise im Besuchsdienst, beim Jassen, beim Mahlzeitendienst oder in der tiergestützten Begleitung engagieren.
Rosmarie Käch erzählt weiter: «Eine lustige Begebenheit hatte ich vor einigen Jahren kurz vor Weihnachten. Ich hatte vier verschiedene Weihnachtsgeschichten bei mir und stellte sie in die Runde. Es wurde mucksmäuschenstill. Niemand meldete sich und wollte eine von diesen Geschichten hören. Auf einmal rief jemand: ‘Mir wäre ein Krimi lieber!’ Alle lachten. Auf mein Erstaunen hin sagte jemand: ‘Wir möchten etwas Spannendes.’ Krimis als Weihnachtsgeschichte kommen nicht sehr häufig vor. Ich hatte aber Glück mit dem Buch von Ulrich Knellwolf und seinen Erzählungen. Er weiss durch spannende, doppelbödige Geschichten bestens zu unterhalten. Jedenfalls hörten alle gebannt zu und wollten nach dem Ende eine weitere Geschichte.»

Zur Freude aller Bewohnerinnen und Bewohner sei hiermit verraten: Die von Rosmarie Käch erwähnte Knellwolf-Geschichte und eine andere von Christoph Hürlimann werden kurz vor Weihnachten im hauseigenen Fernsehkanal «tele pflegimuri» ausgestrahlt. «Wetten wir, dass auch Ihr gebannt zuhört!», schliesst die langjährige Bibliothekarin und Vorleserin Rosmarie Käch ihre goodnews.

20.12.: Ich suche nicht - ich finde

Zum vierten Advent ein Zitat von Picasso, dem bekannten spanischen Maler, Bildhauer und Grafiker, der von 1881 bis 1973 lebte und mit «Ich suche nicht – ich finde» einen Text von Zeitlosigkeit und dennoch höchster Aktualität geschrieben hat.

«Suchen – das ist Ausgehen von alten Beständen und ein Finden-Wollen von bereits Bekanntem im Neuem.

Finden – das ist das völlig Neue! Das Neue auch in der Bewegung. Alle Wege sind offen und was gefunden wird, ist unbekannt. Es ist ein Wagnis, ein heiliges Abenteuer!

Die Ungewissheit solcher Wagnisse können eigentlich nur jene auf sich nehmen, die sich im Ungeborgenen geborgen wissen, die in die Ungewissheit, in die Führerlosigkeit geführt werden, die sich im Dunkeln einem unsichtbaren Stern überlassen, die sich vom Ziele ziehen lassen und nicht – menschlich beschränkt und eingeengt – das Ziel bestimmen.

Dieses Offensein für jede neue Erkenntnis im Aussen und Innen: Das ist das Wesenhafte des modernen Menschen, der in aller Angst des Loslassens
doch die Gnade des Gehaltenseins im Offenwerden neuer Möglichkeiten erfährt.»

Das abgebildete Werk zu diesen goodnews stammt nicht von Picasso, vielmehr ist es Teil des pflegimuri-Adventskalenders, für den jeden Tag ein anderes Team ausgesprochen kunstbegabt ein Fächli gestaltet. Und zum Schluss für heute: Hätten Sie gewusst, wie Picasso mit vollem Vornamen hiess? Pablo, Diego, José, Francisco de Paula, Juan Nepomuceno, María de los Remedios, Crispiniano de la Santísima Trinidad…sagenhaft!

19.12.: iihiiiipfffrrrrrr

Frau P. wohnt im pflegimuri löwen. Gestern nach dem Mittag stand sie in dessen Eingangsbereich und schaute gebannt Richtung Marktstrasse. Als auf einmal Hufgeklappter zu hören war und der Nebel alsbald den Blick auf ein Pferd freigab, kannte Frau P. kein Halten mehr. Sie quietschte vor Freude und rief ohne Unterbruch «Casandra, Casandra, Casandra!».

Casandra ist seit Jahren der Star unter den in der pflegimuri lebenden Pferdeliebhabern und -liebhaberinnen wie Frau P. Am liebsten würde Frau P. Casandra jeweils mit aufs Zimmer nehmen, so vernarrt ist sie in das Tier. Das kommt nicht von ungefähr. Frau P. kennt sich aus mit Pferden und ist früher selber geritten. Als Expertin hat sie vor dem Besuch der Anglo-Araber-Stute beim Küchenchef angeklopft und bei ihm eine Extraportion Rüebli bestellt. Casandra liess sich nicht zwei Mal bitten und frass die Rüeblistückli so freudig wie behutsam aus Frau Ps. Hand.

Auslöserin dieser Vorweihnachtsfreude war Bettina Lukoschus, reformierte Seelsorgerin der pflegimuri. Seit 20 Jahren sind sie und Casandra unzertrennlich; nahmen an den bekannten Auffahrtsausritten im Luzernischen teil, pilgerten miteinander durch Polen oder waren maskiert an der Fasnacht. Wie das Foti zeigt, stellte das Duo seine Verkleidungskünste auch bei der jüngsten Stippvisite in der pflegimuri unter Beweis.

18.12.: Es darf gelacht werden

Andreas Zimmermann, katholischer Seelsorger der pflegimuri, ist aktuell in stimmungsvoller Mission unterwegs im Haus. Das Foto von ihm stammt aber selbstverständlich aus einer früheren, coronafreien Adventszeit. «Bei der Adventsfeier auf dem G2 erlebte ich Herrn D., wie er uns bei der Feier mit seinen Witzen und lustigen Geschichten erheitert hat – wie schon in den Jahren davor – und ich weiss, dass er auch das Pflegeteam immer wieder zum Lachen bringt mit seiner aufmunternden Art», so Andreas Zimmermann. Also klopften die goodnews virtuell bei der G2 an und erfuhren von der Leiterin dieser Wohngruppe, Barbara Lienhard, wie das bei Bewohner Herrn D. so tönen kann:

«Nach dem Zmorge, Begegnung im Gang. Herr D. meint lächelnd: ‘Die Gipfeli waren heute wieder falsch herum gebogen!’ Er geht zur Infotafel, wo die Fotos des Tagesteams hängen und meint: ‘Bin wieder auf Brautschau!’ Er geht weiter ins Restaurant benedikt, um Besuch von seiner Tochter zu empfangen: ‘Muss heute wieder ein Stück Schwarzwälder runterwürgen!’»

Weil Herr D. grad so in Fahrt war, stellte er zusammen mit Barbara Lienhard für die goodnews-Leserschaft eine exklusive Witzekollektion zusammen. Müsterchen eins – weil wir ja seit gestern noch etwas in Samichlaus-Stimmung sind – hiermit. Weitere Witze folgen. Und mehr zu Seelsorger Andreas Zimmer natürlich auch.

Herr D. erzählt: «In einer kinderreichen Familie ist der Samichlaus vorbei gekommen. Er fragte: Wart ihr immer brav und habt das getan, was eure Mutter sagte? Der Kleinste antwortete: Nein, das war bei uns nur der Papi!»

17.12.: Chefsache

Mittlerweile hat der Samichlaus nach dem strengen Einsatz seine sieben Sachen so weit gebüschelt, dass er Zeit fand für ein Mail an die goodnews.

Darin erzählt er von seinem Besuch am 6. Dezember in der pflegimuri. Auf einer Wohngruppe, welche Ausblick hat auf den Nordklosterrain, bat der Samichlaus die Bewohnerinnen und Bewohner, doch etwas strenger mit dem Herrn Direktor der pflegimuri zu sein. Denn wie dem Samichlaus zu Ohren gekommen ist, parkiere der Herr Direktor entgegen der für ALLE Mitarbeitenden der pflegimuri geltenden Regel ständig auf einem Besucherparkplatz. «Stimmt», bemerkte ein aufmerksamer Bewohner. «Und wie er parkiert! Da müssten glatt die Leitlinien am Boden neu gezogen werden, damit sein Wagen endlich einmal gerade in der Lücke stünde.»

Wie der Bewohner dies aussprach, war ihm nicht bewusst, wer heuer in die Rolle des Samichlaus geschlüpft war. Als er es jedoch realisierte, klopfte er unverzüglich mit einem «Exgüsi für den saloppen Kommentar» auf den Lippen an der Bürotüre…des Direktors!

16.12.: Gezeichnete Grüsse

«Letztes Jahr schon hat sich die Einschulungsklasse des Murianer Kloster-Schulhauses bei uns gemeldet und gefragt, ob sie mit etwas selbst Gebasteltem und zum Singen von ein paar Liedern auf die Wohngruppe kommen dürften. Es war mega herzig», erinnert sich Martina Keusch, Pflegefachfrau auf der Wohngruppe D und Leiterin der Fachstelle Palliative Care der pflegimuri. Martina Keusch weiter: «Den Bewohnerinnen und Bewohnern bereitete dieser Besuch eine grosse Freude. Und so wurde abgemacht, dass sie dieses Jahr wieder vorbei kommen dürfen.»

Obwohl dies nun nicht möglich war, liessen die Schülerinnen und Schüler die Köpfe nicht hängen. Im Gegenteil. Sie fertigten schöne Zeichnungen an mit guten Wünschen drauf, unterschrieben sie sorgfältig und liessen sie der Wohngruppe D zukommen. Da gehen wir doch mit Martina Keusch einig, wenn sie abschliessend meint: «So schön, dass die Bewohner und Bewohnerinnen der pflegimuri nicht vergessen werden.»

Wie sehr sich diese über die Überraschung freuten, zeigt das Bild, auf dem Claudia Etterli, Leiterin der Wohngruppe D, grad am Verteilen der Zeichnungen ist.

15.12.: Dene, wos guet geit

In Bezug auf ihren Namen ist es quasi «bärenstark», dass wir heute nochmals vom Mitwirken einer Ursula bei den goodnews profitieren können. Ursula Leuenberger findet: «Gesundheit ist das höchste Gut, das wissen wir und in Zeiten, wie wir sie jetzt erleben, dreht sich praktisch alles nur noch darum. Wir sorgen uns und sind froh, wenn es all unseren Lieben gut geht. Ich wünsche allen Bewohnerinnen und Bewohnern, wie auch dem Personal in der pflegimuri eine schöne Adventszeit und hoffe, dass es allen soweit wie möglich 'guet geit'.»
Ursula Leuenberger verweist mit dem «guet geit» auf ein bekanntes Mani Matter-Lied und ergänzt: «Ein kleiner Tipp: Wer mit dem Berner Dialekt Mühe hat, kann sich den Text bestimmt von meinem Vater, Robert Leuenberger, auf «bärntüütsch» vorlesen lassen. Er kann das super!»
Aktuell darf das Herr Leuenberger zwar lediglich auf seiner Wohngruppe. Doch sind die goodnews überzeugt, dass es auf praktisch allen Wohngruppen jemanden gibt, der gut im Nachahmen von Dialekten ist:

Dene wos guet geit, giengs besser
giengs dene besser, wos weniger guet geit.
Was aber nid geit, ohni dass es dene
weniger guet geit, wos guet geit.

Wer den Solidaritätssong – coronabedingt bitte nicht singen, aber – mitsummen möchte, findet hier eine zeitgemässe Interpretation.

Last but not least: Die abgebildete, wunderschöne Dekoration «Es weihnachtet sehr», die momentan an verschiedenen Orten in der pflegimuri zu sehen ist, stammt – nein – nicht von einer Ursula. Aber passend zum Blickfang von Ranja aus dem Aktivierungsteam. Ranja bedeutet aus dem Persischen übersetzt: «Die, die einen Augenaufschlag wert ist!»

14.12.: Gefällt mir

Bleiben wir heute beim gestern begonnenen Geschichtenerzählen. Ursula Bonhage, Geschäftsführerin von Careum Weiterbildung schrieb an die goodnews der pflegimuri: «Ihre Idee mit dem goodnews-Adventskalender gefällt mir ausserordentlich gut und gerne sende ich Ihnen eine Geschichte, die Sie vielleicht aufnehmen mögen. Mit Ihrem Kalender komme ich nun doch allmählich in eine weihnachtliche Stimmung. Alles Gute und gutes Durchhalten, es ist sehr herausfordernd im Moment.»

Die von Ursula Bonhage erwähnte Geschichte handelt vom Zimmer im Heim. Um zu zeigen, wie individuell sich das Daheim im Heim einrichten lässt, haben eine Bewohnerin des pflegimuri löwen und ein Bewohner des Haupttrakts der pflegimuri Einblick in ihre Zimmer gewährt. Dabei entstanden diese tollen 360-Grad-Aufnahmen für die neue Website der pflegimuri.

Ach ja – und hiermit natürlich die eingangs erwähnte Geschichte als pdf. Zum Herunterladen und Ausdrucken, falls jemand sie in weihnächtlicher Runde erzählen möchte…

13.12.: Auch sonntags offen

«’Jeder Mensch ist ein Künstler’ – so einst die Parole, mit der Joseph Beuys den Kunstbegriff entgrenzte. Jeder Mensch, könnte ein heutiges Pendant dazu lauten, ist sein eigener Museumsdirektor», steht in einem Artikel der Neuen Zürcher Zeitung aus dem Jahr 2014 und weiter sinniert darin der Kunstkritiker Walter Grasskamp: «Wie leicht vermag man sich heute ein eigenes – virtuelles – Kunstmuseum zu errichten. Nicht nur hat inzwischen jedes Museum seinen obligatorischen Internetauftritt und damit sein virtuelles Doppel; man kann sich darüber hinaus aus den Weiten des WWW zu jedem beliebigen Thema, Motiv oder Gegenstandsbereich, und sei es die Weltkunst, seine globale eigene Bildersammlung anlegen. Zumindest die Generation der ‘digital natives’ findet immer schon alles im Netz – und findet schon lange nicht mehr das Geringste dabei.»

Nun denn, in Zeiten von sonntags geschlossenen Museen sind digitale Kunstprojekte doch durchaus ein Gewinn. So laden diese goodnews ein ins «Musée imaginaire Suisse». Dort gibt es aktuell einen Mitmach-Adventskalender. Eine der darin veröffentlichten Geschichten stammt von Elisabeth, 45, sowie Ulla und Maria, beide 75. Das Objekt «Silberlöffel Schützengesellschaft Küsnacht» aus dem Ortsmuseum Küsnacht hat sie inspiriert: «Wie lustig, wir haben uns im Museum kennengelernt und gemerkt, dass wir alle drei als Kinder jedes Jahr mit gemischten Gefühlen von unserer Gotte einen Löffel oder eine Gabel geschenkt erhalten haben. Wir wussten ja auch schon immer, was uns erwartet. Und doch benutzen wir alle drei das Besteck heute!»

Selber etwas Museumdirektorin oder -direktor spielen? Et voilà!

Apropos: Ganz ähnlich wie der Adventskalender des Musée imaginaire Suisse funktionieren die «Aufgeweckten Kunstgeschichten», bei denen die pflegimuri Projektpartnerin ist.

 

12.12.: Happy Day mit Zugabe – grande finale

Bestimmt haben auch Sie sich gefragt: «Wie lautet wohl das Happy End der Happy-Day-Trilogie?»

Das 2020 hat uns unter anderem gelehrt, dass es sich lohnt, quasi den «Röbi oder die Roberta Koller» in sich zu aktivieren und achtsam Ausschau zu halten nach Menschen, denen es nicht so gut geht und die der Solidarität bedürfen.

Umso schöner war es, konnte Esther Erni, Kontaktfrau für den Mahlzeitendienst der pflegimuri, in der Folge der Happy-Day-Geschichte, eines Tages diese Karte ihrer Post entnehmen:

11.12.: Happy Day mit Zugabe, Teil 2

Falls die Zeit zum Happy Day-Schauen seit den gestrigen goodnews eventuell etwas zu knapp war, gibt es zur Harmonisierung des Wissensstands hiermit eine kleine Zusammenfassung.

Erstmals seit Bestehen der Fernsehsendung wünschten sich gleich vier Zuschauerinnen und Zuschauer unabhängig voneinander einen Happy Day für eine Familie aus Besenbüren. Rebekka Loosli und Martin Zweifel hatten bereits zwei Kinder, als ihre Zwillinge Ava und Lia drei Monate zu früh zur Welt kamen. Ava entwickelte sich viel langsamer als ihre Schwester, die Ärzte diagnostizierten eine Gehirnschädigung. Der Familienalltag ist durch die Pflege und Betreuung von Ava enorm aufwändig. So kamen die Happy Day-Macher unter anderem auf die Idee, Familie Loosli Zweifel mit einer regelmässigen Zmittaglieferung durch den Mahlzeitendienst der pflegimuri zu entlasten. Ein Volltreffer!

«Vielen Dank für das immer feine Essen, welches herrlich angerichtet bei uns ankommt», schrieb Rebekka Loosli der pflegimuri und verriet weiter: «Die feinen Muffins waren radibutz weggeputzt!» Coronabedingt hat es noch nicht sollen sein. Aber sobald wie möglich wollen die älteren Kinder von Rebekka Loosli und Martin Zweifel unbedingt die Köchinnen und Köche der pflegimuri besuchen kommen. Und Emma und Jonny hoffen schon jetzt fest, dass die Küchencrew ausgerechnet dann gaaanz zufällig eine Extraportion Schoggicreme zubereitet hat.

N.B.: Eine zentrale Rolle beim Mahlzeitendienst der pflegimuri spielen dessen Fahrerinnen und Fahrer – was für ein grossartiges freiwilliges Engagement!

10.12.: Happy Day mit Zugabe, Teil 1

Weil Fortsetzungsgeschichten so beliebt sind, startet hiermit eine goodnews-Trilogie.

Episode 1
spielte sich bereits im September ab. Es war ziemlich prickelnd, eines Tages von der Produktionsfirma des Schweizer Fernsehens zu erfahren, dass die pflegimuri ihres Mahlzeitendienstes wegen auserkoren wurde, Teil von «Happy Day» sein. Nur wenig Zeit blieb, um sich auf den Besuch der Crew der beliebten Samstagabendshow vorzubereiten. Doch pünktlich zum vereinbarten Termin war alles bereit. Das schöne alte Postauto samt Moderator Röbi Koller und der Familie Loosli Zweifel an Bord, die er bei einem Mittagessen in der pflegimuri mit einer Überraschung beglücken wollte, fuhr vor.

Weil solcherlei Herzerwärmendes einerseits an einem winterlichen Tag einfach gut tut und es andererseits eine perfekte Einstimmung auf die morgige zweite Episode ist, wird empfohlen, (nochmals) in die Happy-Day-Sendung vom 24. Oktober und eine Geschichte reinzuschauen, die selbst für die routinierten Wünscheerfüller ein Novum war…

 

9.12.: Braune Socken

«Frau N. und ich waren im Muripark. Wir suchten braune Socken für sie. Leider ohne Erfolg», beginnen diese goodnews, erzählt von pflegimuri-Mitarbeiter Marco Hümbeli. Zum Trost gönnten sich Marco und pflegimuri-Bewohnerin Frau N. im Coop-Restaurant ein Dessert. Auf dem Tisch, an den sich das Duo setzte, lagen zwei Lose für die Gewinnautomaten. Marco Hümbeli: «Wir legten diese zu unseren und witzelten, dass wir nachher bestimmt ein Auto oder eine Kreuzfahrt gewinnen würden.»

Bei den ersten Losen jedoch lief das gewohnte Spiel ab: nicht gewonnen, nicht gewonnen…Beim letzten Los aber blinkte plötzlich die Jackpot-Leuchte! «Wir waren ganz baff und wussten gar nicht, wie uns geschah. Als dann auf dem Display stand, dass wir einen Coop-Gutschein im Wert von 500 Franken gewonnen haben, freuten wir uns sehr!» Den Gutschein konnten die zwei Glückspilze sofort mitnehmen – «und es kaum erwarten, auf der Wohngruppe von den erfreulichen Neuigkeiten zu berichten».

Übrigens: Diese hübsche Geschichte ereignete sich an einem Freitag, den 13.!

8.12.: Unbedingt weitersagen…

Was haben der österreichisch-ungarische Schriftsteller Ödön von Horvath, die britische Schauspielerin Judi Dench (James Bond lässt grüssen!) und der kirgisisch-russische Schachspieler Ernesto Kasbekowitsch Inarkiew gemeinsam? Richtig: Sie alle wurden am 9. Dezember geboren. Aber heute ist doch erst der 8. Dezember? Ebenfalls richtig! Doch wer will mit folgenden Neuigkeiten schon einen Tag länger warten?
Was bereits in den goodnews vom 5. Dezember angetönt wurde und auch auf der Homepage zu lesen ist, wird hiermit samt Bildbeweis bestätigt für alle Lesenden, die direkt in die goodnews-Seite der pflegimuri einsteigen. Ab morgen Mittwoch ist das «benemobil» vor der pflegimuri am Südklosterrain in Betrieb. Dort begrüsst dessen Crew alle externen Gäste, die in den letzten Wochen keinen Zutritt ins Restaurant benedikt mehr hatten. Von Montag bis Samstag, jeweils von 11.30 bis 13 Uhr. Das benemobil-Angebot ist wie gewohnt ausgewogen, frisch und einfach fein. Das passende Take-away-Geschirr kann ebenfalls vor Ort gegen ein Depot bezogen werden.

 

7.12.: Sonderchlaus

Der Samichlaus hat Wort gehalten und sich mit den fein gefüllten Chrömli-Säckli aus der pflegimuri-Küche (siehe 2. Dezember) nicht selber verköstigt, sondern sie gestern den Bewohnerinnen und Bewohnern der pflegimuri verschenkt. Weil sein Eseli sich im Pflegipark ausruhen wollte, hatten die beiden Schmutzli ganz schön schwer zu schleppen an den vielen Kalorien in ihren grossen Jutesäcken. Doch was trug denn der Samichlaus da mit sich herum? Kugelrund, gelb-rot, riesige Augen, Dreadlocks, Monstermaul? Da staunten selbst die tierischen Gäste der pflegimuri.

Des Rätsels Lösung liefert Bewohnerin Frau L.: «Coronavirus ist ein böses Ding, den wollen wir nicht hier drin! Darum haben wir ein Gespenst fabriziert, schleich dich weg, du fantasierst! Wir sind zufrieden ohne dich, danke dir, wenn du fort ziehst!»

6.12.: Wer guckt denn da?

Auf die freiwilligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der pflegimuri ist Verlass. Just zum gestrigen UNO-Tag der Freiwilligen hat sich Beatrice Jelk, freiwillig in der pflegimuri Engagierte, gemeldet. Sie hat folgende Geschichte samt Jö-Foti im Tages Anzeiger entdeckt und findet, das wäre doch auch etwas für die goodnews:

«Es gibt sagenhaft viele Adventsgeschichten, aber diese ist doch speziell und vor allem sehr australisch. Als die Familie McCormick nach einem kurzen Trip in ihr Haus in Adelaide zurückkehrte, fand sie an ihrem hübsch geschmückten Weihnachtsbaum einen ungewohnten ‘Einbrecher’ vor. Es handelte sich um einen Koala, der vermutlich durch eine offene Tür ins Wohnzimmer kraxelte. Mutter Amanda McCormick glaubte zuerst an einen Witz. ‘Ich dachte, eines meiner Kinder hätte vielleicht ein Plüschtier hineingesetzt, aber nein, es war ein lebendiges Tier’, sagte sie dem ‘Guardian’. Jedenfalls rief sie der lokalen Koala-Hilfsorganisation an, damit das Tier wieder den Weg in die Freiheit findet. Doch der Mitarbeiter am Telefon seinerseits glaubte zuerst an einen Scherz. Es brauchte offenbar einige Überzeugungsarbeit, bis die Tierschützer auftauchten und das Koala-Weibchen abholten. Tochter Taylah gab inzwischen dem putzigen Gast den Namen Daphne. Koalas haben den Ruf, recht neugierig zu sein. ‘Wenn sie etwas sehen, das sie sich anschauen wollen, dann kommen sie einfach vorbei und sehen sich es an’, erklärte eine Tierärztin aus Adelaide.»

5.12.: Bitte warm anziehen

Zum Ausklang der ersten adventlichen goodnews-Woche nochmals etwas aus der gastronomischen Ecke.

Zum Bedauern Vieler, ist das Restaurant benedikt der pflegimuri bis auf weiteres für externe Gäste geschlossen. Doch vermisst sowohl das benedikt-Team seine geschätzte Kundschaft von ausserhalb des Hauses, als diese auch das schmackhafte, ausgewogene Essensangebot.

Die goodnews: Es naht Abhilfe. Im Verlauf der nächsten Woche. Die Jungköche im Bild, Timon und Viviane, haben sich bereits die wärmende Chlausmütze übergezogen, um für den geplanten Einsatz gewappnet zu sein. Mehr dazu in wenigen Tagen an dieser Stelle…

4.12.: Barbaratag

In katholisch geprägten Gegenden wird nach wie vor auch der Namenstag gewürdigt. Heute ist Barbaratag.

Die heilige Barbara von Nikodemien gehört zu den 14 Nothelfern. Früher wurden diese bei gesundheitlichen Krisen angerufen. In der Klosterkirche Muri steht die Holzskulptur aus den 1680er-Jahren, die zu Ehren der heiligen Barbara geschaffen wurde, in der Marienkappelle. Die Schutzpatronin der Mineure passt ganz besonders in die aktuelle Zeit, die uns bisweilen eng, diffus erscheint und die Sehnsucht nach dem Licht am Ende des Tunnels täglich grösser werden lässt.

Ein typischer Adventsbrauch fällt auf den Barbaratag. Der Barbarazweig wird am 4. Dezember geschnitten und in der guten Stube in eine Vase gestellt. In der Regel just in Blüte rund um die kürzesten Tage des Jahres, kann der Zweig Symbol dafür sein, dass jedem winterlichen Rückzug ein Frühlingserwachen folgt.

Juhuii: Die goodnews freuen sich über den Auftritt in der heutigen Aargauer Zeitung!

3.12.: Ein Tänzchen in Ehren…

Der Chrömligenuss – ob als Teig oder gebacken – hat den klitzekleinen Nachteil, dass er sich auf der Waage niederschlägt. Doch da gibt es Abhilfe. Stichwort: Jerusalema.
«Der Song des südafrikanischen DJs und Musikproduzenten Master KG besingt auf Zulu das himmlische Jerusalem. Ein eingängiger Beat und die warme Stimme der Sängerin Nomcebo Zikode machen den Song zum Ohrwurm. Doch nicht nur die Musik ging um die Welt, sondern auch die Tanzbewegungen dazu», ist auf Seite 2 der aktuellen Ausgabe von Horizonte | Pfarrblatt Aargau zu lesen, das «Jerusalema» auch im Aargau zu Aufwind verhelfen will.
«Diese Tanzbewegungen sind laut Produzent einem traditionellen Hochzeitstanz entliehen, den eine Gruppe Angolaner zu 'Jerusalema' tanzte. Als sie das Video online stellten, entwickelte sich ein veritabler Tanz-Wettbewerb (#JerusalemaDanceChallenge) auf diversen Social-Media-Kanälen. Auf der Videoplattform Youtube sieht man Flughafenangestellte, Ordensschwestern oder Spitalpflegerinnen zum Song tanzen.»
Das obige Foti ist dem «Jerusalema»-Video des Schweizer-Paraplegiker-Zentrums entnommen. Eine Anregung für die pflegimuri oder gar alle Tanzfreudigen in Muri? Wer zusätzliche Hintergrundinformationen braucht, findet hier eine weitere Einordnung plus Anschauungsunterricht aus der Heimbranche. Übrigens: Die JerusalemaDanceChallenge gilt als coronakonform.

2.12.: Es lebe der Teig

Bäretatze, Kokosmakrönli, Mailänderli, Spitzbuben, Schoggikugeln, Zimtsterne, Bärner-Guetzli und Sablées gehören zur diesjährigen pflegimuri-Chrömliparade. «Alle Sorten sind übrigens in der pflegimuri-Küche produziert, wie es sich gehört mit Butter etc.», präzisiert Guido Küng. Er hat dem Trio Anita Schmid, stellvertretende Leitung Küche, Jürg Bischofberger, Leiter Küche, und Esther Erni, Leitung Hotellerie, beim Abpacken der Köstlichkeiten über die Schultern geschaut hat.
Doch Halt, was macht Guido Küng, Leiter Bau+Technik, in der Küche? These 1: «Der Brandschutzexperte geht um.» Denn zu seinem Team gehört auch Kranzmeister René Neiger…und so lichten sich die Nebel rund um die Quizfrage in den goodnews zum 1. Advent. «Diesem Specialteam gebührt eine Special-Adventsdeko», befand der pflegimuri-Gärtner und staffierte die Küche in den Farben der Hoffnung aus. These 2: «Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft.» Bei solch' einer dekorativen Charmeoffensive liegt die Vermutung nahe, dass zur Belohnung bei obigem Fototermin eine Extrarunde Chrömli-Degustieren drin lag.
Apropos: Naschen Sie lieber die fertigen Chrömli oder erliegen Sie der süssen Versuchung bereits beim Teig? «Eindeutig beim Teig», gibt Küchenchef Jürg Bischofberger unumwunden zu.
Auf jeden Fall ist aus verlässlicher Quelle bekannt, dass der Grossteil dieser hübschen Säckli, gefüllt mit feinem Gebäck, mittlerweile diesem nettem Mann im festlichen Gewand und mit wallendem, weissen Bart aus dem tiefen Winterwald anvertraut wurde – in der Hoffnung, dass er am 6. Dezember in die pflegimuri findet und mit den Spitzbuben&Co. allen Bewohnerinnen und Bewohnern den Tag versüssen wird.

 

1.12.: Meister Proper

Das Konzept MEINE 24 STUNDEN fördert, was den Bewohnerinnen und Bewohnern der pflegimuri neben einer hochstehenden Pflege und Betreuung ganz einfach ein gutes Leben im Heim ermöglicht. Eine Aufgabe, zu der alle Berufsgruppen der pflegimuri beitragen. Was das im Alltag konkret heisst, erzählt diese Geschichte.
«Herrn B. und mich verbinden viele Gemeinsamkeiten», beginnt Melanie Meister, Leitung Hausdienst/Reinigungsequipe der pflegimuri, und fährt fort: «Mein Nachname war der Auslöser, dass wir immer wieder ins Gespräch kamen. Hatte Herr B. doch früher einen Arbeitskollegen mit demselben Nachnamen und Heimatort. So vergeht kaum eine Woche, ohne dass wir einen Schwatz halten. Dabei haben wir auch herausgefunden, dass wir beide Trompete spielen und dass er als Abwart tätig war. Mithelfen in der Reinigungsequipe will Herr B. heute nicht mehr. Aber seine Faszination für Reinigungsmaschinen ist unübersehbar. So kam es, dass er eines Tages höchst persönlich mit dem Scheuersaugautomat auf seiner Wohngruppe und zusätzlich den öffentlichen Korridor (Foto) bis zum Restaurant benedikt reinigen durfte.» Herr B. machte das so gut, dass ihm Melanie Meister gerne eine Bestnote verleiht: «Sein Flair für die Maschinenführung erkannte man sofort, denn er konnte während des Fahrens sogar seinen Mitbewohnerinnen und Mitbewohnern zuwinken.»

30.11.: Ihr Lichterlein kommet

Bereits am 19. November haben die Mitarbeiter vom Bau+Technik den grossen Weihnachtsbaum im Höfligarten der pflegimuri aufgestellt. «Bewohnerin L. K. informierte uns, dass sie mit einem Kran die Beleuchtung montieren», erzählt Barbara Lienhard, Wohngruppenleiterin G2 und berichtet weiter. «Kurzerhand hatten wir zehn interessierte Bewohnerinnen und Bewohner in warme Jacken und Decken gepackt und konnten draussen zusehen, wie der grossen Stern an der Spitze der Tanne montiert wird. Dies unter Applaus und Winken.» Zur Überraschung kam just in diesem Moment noch ein Alphornbläser und ein Fahnenschwinger vorbei, um einem Bewohner im Löwen ein «Ständchen» zu spielen. So war denn das einhellige Fazit aller Beteiligten: «Diese spontane Aktivität hat uns viel Spass gemacht!»
Zehn Tage später nun erstrahlt der Weihnachtsbaum in vollem Glanz. Umrahmt von festlichen Bläserklängen inszenierte das Team von Bau+Technik gestern die adventliche Illumination.

 

1. Advent: Wiedersehen macht Freude

Seit Auffahrt war es still um die goodnews, die während des Lockdowns ins Leben gerufen wurden. In der Zwischenzeit entstand eine neue Website für die pflegimuri. Pünktlich zum 1. Advent gibt es ein Wiedersehen mit den täglichen Muntermachern aus der grössten Pflegeinstitution im oberen Freiamt. Hier wird nicht gross Geschichte geschrieben, sondern vielmehr von den kleinen Kostbarkeiten des Alltags erzählt.
Einer, der es versteht, das Leben in der und um die pflegimuri zu verschönern, ist Gärtner René Neiger. Der Blick in seine Werkstatt zeigt, dass er auch heuer wieder alles gegeben hat als Adventskranz-Meister. Da finden sich konventionelle Modelle, die ungefährlichen mit künstlichem Licht und – nanu? Vier grüne Kerzen. Sind diese der neuen «ökopflegi»-Quote geschuldet oder was steckt dahinter? Des Rätsels Lösung gibt es demnächst an dieser Stelle.